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Review: Seraph of the End – Vampire Reign – Volume 2: Battle in Nagoya [Blu-ray]

20. Januar 2017

Sechs Monate nach dem ersten Volume von Anime Seraph of the End – Vampire Reign geht es nun seit dem 8. Dezember letztes Jahres mit dem zweiten Volume, das gleichzeitig die zweite Staffel des Animes ist, weiter. Er stammt aus dem Hause WIT STUDIO und wurde erstmal 2015 im japanischen TV ausgestrahlt. Auch im zweiten Volume gibt es viel Action, aber ob es das erste Volume toppen kann, werdet ihr jetzt in diesem Test zu Seraph of the End – Vampire Reign – Volume 2: Battle in Nagoya erfahren. Patrick Snir

Die blutigen Kämpfe gehen weiter

Wir schreiben das Jahr 2012. Das Land Japan, genauer gesagt die Großstadt Tokio, geht durch einen vermeintlichen Virus unter. Schnell wird der Virus als Bestrafung der Menschheit für die schlechte Behandlung der Welt interpretiert. Dieser Virus befällt nur Leute, die über 12 Jahre alt sind, wohingegen alle Jüngeren anschließend von Vampiren beschützt werden. Darunter sind auch die zwei Waisenkinder Yūichirō Hyakuya und Mikaela Hyakuya. Diese werden von den Vampiren zusammen mit anderen Kindern in ein sicheres Lager gebracht. Diese Kinder werden von den Vampiren beschützt – die Sache hat nur einen Haken: Die Kinder müssen regelmäßig ihren Beschützern ihr Blut darbieten. Jedes dieser Kinder lebt in einer Familie, die jeweils aus einer unterschiedlichen Anzahl an Kinder besteht. Die Familie wohnt in einem Zimmer zusammen und versorgt sich selbst. Doch nach einiger Zeit reicht es Yūichirō und Mikaela. Diese haben das ganze Spektakel nun schon volle vier Jahre regungslos mit angesehen. Nun sind beide 12 Jahre alt und planen ihre Flucht. Mikaela hatte bei seiner Blutspende für den Vampir Ferid Bathory die Gelegenheit ergriffen und einen Gebäudeplan gestohlen, der alle Wege dieses Lagers beschreibt. Als es dann soweit war, wollte sich die ganze Familie aus dieser schrecklichen Lage befreien. Doch leider ohne Erfolg, der Vampir Ferid Bathory entdeckt sie und tötet als Strafe die ganze Familie – außer Yūichirō. Mikaela opferte sich zuletzt für ihn, damit wenigstens er die Möglichkeit hat, dieser schrecklichen Situation zu entkommen. Doch als er schließlich Glück hat und entkam, trifft er nicht weit von dem Ort seiner Gefangenschaft den Anführer der „Monddämonen-Einheit“ der „Japanischen Kaiserlichen Dämonenarmee“, die mittels dämonischer Waffen Jagd auf Vampire macht.

Auch im zweiten Volume, geht es spannend weiter: Nachdem Yūichirō Hyakuya einen großen Kampf bestritten hat und herausfand, dass sein besten Freund aus der Kinder- und Jugendzeit Mikaela Hyakuya sein Feind geworden ist, will er nun herausfinden wie man Vampire wieder zu Menschen verwandelt. Doch wie soll es auch anders sein stellen sich gemeine Hindernisse in seinen ohnehin schon schwierigen Weg. Aber auch gesellen sich neue Mitkämpfer zur Gruppe der Monddämonen-Einheit und sie möchten so schnell wie möglich alle Vampire, die auf dieser Welt wüten, vernichten und Yūichirōs  Versprechen halten, seine Familie zu rächen.

Bild und Animation

Das Animationsstudio WIT STUDIO – bekannt für Animes wie Attack on Titan oder The Rolling Girls – fertigte den Anime unter der Regie des Daisuke Tokudos an, Masashi Koizuka assistierte ihm. Das Charakterdesign stammt von Satoshi Kadowaki, das Drehbuch von Hiroshi Seko, wobei der Autor des Mangas Takaya Kagami an diesem mitarbeitete und auch weitere, bisher noch nicht im Manga veröffentlichte Handlungsstücke veröffentlichen wird.

Ich fand die Animationen auch in diesem Volume sehr gut, das Charakterdesign ist mit deren schönen, schwarzen 3D-Konturen und dem Glanz sehr schön ausgearbeitet. Auch ist der Hintergrund hervorragend gezeichnet worden und die Animationen sind sehr flüssig – besonders das Blut. Wenn wir schon bei Blut sind, können wir auch dazu kurz etwas sagen. Ich erachte das Blut im Anime als hervorragend dargestellt, es ist detailliert und ansprechend. Alles im allen war es schön und ist auf dem Fernseher in 1080p wirklich ansehenswert.

Deutsche Umsetzung und Musik

Die deutsche Synchronisation hat sich nicht verändert, sie ist genau so wie im ersten Volume geblieben. Finde ich das nun gut oder nicht? Zum einen finde ich es ansprechend, da die deutschen Synchronsprecher wirklich viel Arbeit geleistet und ihren Charakter hervorragend vertont haben. Zum anderen finde ich es schade – wie im ersten Volume – dass der Synchronsprecher Karim El Kammouch den jungen sowie den älteren Yūichirō Hyakuya übernommen hat. Ich hätte es als stimmiger empfunden, wennein anderer Synchronsprecher die Szenen des jungen Yūis übernommen hätte und Karim El Kammouch schließlich die Szenen des älteren. Des Weiteren ist mir in diesem Volume aufgefallen, dass viele Szenen im Anime asynchron waren, was ich enttäuschend finde, wenn man sich des Gezahlten Preises bewusst ist. Außerdem fiel mir auch auf, dass manchmal die Synchronisations-Qualität unzureichend war und man dachte, dass Studio wäre in einer engen Halle gewesen. Die Synchronstimme der Shinoa Hīragi von Katharina von Daake gefiel mir auffallend gut.

In weiteren Rollen waren Oliver Scheffel als Guren Ichinose, Johannes Wolko als Yoichi Saotome, Benjamin Hirt als Shihō Kimizuki, Patricia Strasburger als Mitsuba Sangū, Felix Mayer als Mikaela Hyakuya, Dirk Meyer als Ferid Bathory und Laura Preiss Krul Tepes.

Insgesamt fand ich die Synchronisation des Anime durchschnittlich gut und durchaus hörenswert.  Wer aber kein Freund der deutschen Synchronisation ist, kann sich den Anime auch im japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln (OmU) anschauen. Auch die Musik war in allen Szenen des Animes stimmig. Besonders gut gefiel mir das Ending der zweiten Staffel Orarion von Nagi Yanagi.

Fazit

Seraph of the End – Vampire Reign – Volume 2: Battle in Nagoya ist ein echt guter Anime, der in der deutschen Version leider ein paar Macken aufweist. Auch in der zweiten Staffel ging es spannend weiter, der Übergang von der ersten Staffel geschieht nahtlos. Die Graphik und auch die Animationen sind im Anime hervorragend ausgearbeitet und sind schön anzusehen.  Des Weiteren sind auch die Orte passend ausgewählt, sodass die Kampfszenen schön dargestellt sind. Leider war die Synchronisation im Ganzen eher durchschnittlich, da mich die Aufnahmequalität nicht überzeugen konnte. Obwohl manche Synchronsprecher sich sichtlich Mühe gegeben haben, war die Asynchronität mancher Szenen störend. Diese Fehler haben leider die Qualität der deutschen Version verschlechtert und führen – zusammen mit dem zu hohen Preis – zu einer nur guten, nicht sehr guten Bewertung. Trotzdem empfehle ich euch den Anime, wenn ihr ein Fan von Vampir- und Fantasy-Animes seid.

 

Des Weiteren bedanken wir uns bei Universal Pictures für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:
© Takaya Kagami, Yamato Yamamoto, Daisuke Furuya/SHUEISHA, Seraph of the End Project
© 2017 Universal Studios
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2 comments

  1. Maria -

    Ich finde den Anime richtig cool. Aber ich gebe dir Recht: Die deutsche Fassung hat mich jetzt nicht überzeugt. Wann kommen denn die nächsten PattoTV-News auf YouTube, oder wird es keine mehr geben? 🙁

    1. Patrick Snir -

      Hallo Maria,

      vielen Dank für das positive Feedback!
      Die nächsten PattoTV-News-Folgen wird es wieder ab dem 31.01.2017 geben. 🙂

      Viele Grüße
      Patrick

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