inferius gamescom 2026 demo

INFERIUS Gamescom Demo – Ein düsteres Inferno voller Geheimnisse

29. August 2026,   
Autor: Stefan Ibels

INFERIUS verbindet First-Person-Horror mit Roguelite- und Deckbuilding-Elementen und schickt euch in eine ganz eigene Interpretation von Dantes Inferno, die zusätzlich von Lovecraft inspiriert ist. Ihr schlüpft in die Rolle des Pilgrims, einer Seele, die ohne Erinnerungen in der Hölle erwacht und einen Weg aus diesem Inferno finden muss. Die Unterwelt ist in neun Dominions unterteilt, darunter Limbo, Lust, Gluttony, Greed und Treachery, die jeweils von einem eigenen Herrscher kontrolliert werden. Viel davon verrät die Gamescom-Demo allerdings noch nicht.

Stattdessen hält sich das Spiel bei seiner Geschichte angenehm kryptisch. Während meines Durchlaufs war ich an einem Ort namens The Void unterwegs und hatte offenbar eine Verbindung zu einer anderen Präsenz, die mir immer wieder Informationen über die Welt gab. Vieles blieb dabei bewusst im Unklaren, was zur Soulslike-artigen Erzählweise passt.

Licht bedeutet Überleben

Die Rolle der blauen Laterne, die euch durch die düsteren Areale begleitet, ist besonders interessant. Sie dient nicht nur als Lichtquelle, sondern ist auch für eure geistige Gesundheit essenziell. In der Laterne befinden sich Lichtkugeln, die sich mit der Zeit verbrauchen und nachgeladen werden müssen. Das ähnelt dem Nachladen einer Waffe. Wenn euch das Licht ausgeht, nimmt eure geistige Gesundheit Schaden. Sinkt diese auf null, ist der Durchlauf vorbei.

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Gleichzeitig könnt ihr das Licht aber auch nutzen, um beispielsweise Türen zu öffnen und die Umgebung zu beeinflussen. Die Entwickler verbinden damit Erkundung, Ressourcenmanagement und Horror auf eine ziemlich interessante und ungewöhnliche Weise.

Die Spielwelt von INFERIUS ist zwar keine offene Welt, bietet aber immer wieder kleinere Abzweigungen und alternative Wege. Einige Bereiche waren in der Demo allerdings noch verschlossen, weshalb ich noch nicht beurteilen kann, wie viel zusätzliche Erkundung die Vollversion tatsächlich bieten wird.

Für Atmosphäre sorgen vor allem die Kreaturen. Die Gegner wirken häufig noch entfernt menschlich, sind gleichzeitig aber grotesk deformiert. Zusätzliche Arme, fehlende Augen und andere verstörende Merkmale sorgen für einige wirklich unangenehme Anblicke. Der Mix aus Gothic-Optik, surrealen Designs und Lovecraft-Einflüssen funktioniert dabei ausgesprochen gut.

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Wenn Horror auf Kartenspiel trifft

Das eigentliche Highlight ist jedoch das Deckbuilding-System. Sobald es zum Kampf kommt, wechselt das Spiel in ein rundenbasiertes Kartenduell. Beide Seiten verfügen über drei Plätze für Kreaturen und sechs Karten auf der Hand. Die Monster werden auf dem Spielfeld platziert und können anschließend mit verschiedenen Eigenschaften verstärkt werden, zum Beispiel mit mehr Angriff, höherer Verteidigung, zusätzlichen Lebenspunkten oder höherer Geschwindigkeit.

Stehen sich zwei Kreaturen gegenüber, greifen sie sich gegenseitig an. Dabei trifft die Angriffskraft auf die Verteidigung und die Differenz wird von den Lebenspunkten des jeweiligen Monsters abgezogen. Stehen sich keine Kreaturen gegenüber, geht der Angriff direkt auf den Gegner. Dessen Lebensenergie wird durch mehrere Kerzen dargestellt, von denen bei einem Treffer eine erlischt.

Das System wird dadurch interessant, dass gefallene Kreaturen nicht einfach sofort ersetzt werden können. Um einen belegten Platz wieder freizubekommen, müssen zunächst drei Karten geopfert werden. Dadurch entsteht ein spannendes Abwägen zwischen kurzfristigem Vorteil und langfristiger Deckstrategie.

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Seelen als Währung

Während der Erkundung sammelt ihr außerdem Seelen, die ihr später für Verbesserungen einsetzen könnt. In der Demo konnte ich meine Karten an einer Werkbank aufwerten. Eine zweite Werkbank war noch nicht nutzbar. Laut Entwickler soll daraus in der Vollversion ein Shop werden, in dem ihr gegen gesammelte Seelen zusätzliche Karten erwerben könnt.

Auch der Roguelite-Aspekt dürfte im späteren Spiel eine größere Rolle spielen. Nach einem Tod beginnt ihr wieder von vorne, könnt aber neue Karten, Fähigkeiten und weitere Möglichkeiten freischalten. Das Ziel besteht letztlich darin, sich durch die neun Höllenbereiche zu kämpfen und deren Herrscher in speziellen Kartenduellen herauszufordern.

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Ersteindruck

Ich konnte die komplette Gamescom-Demo in etwa 30 Minuten durchspielen. Als das Ende plötzlich erreicht war, war ich tatsächlich etwas traurig, nicht weitermachen zu können. Das lag vor allem daran, dass ich mich erstaunlich schnell in das ungewöhnliche Konzept eingefunden hatte.

Zwar wirkt das Kartensystem zunächst etwas kompliziert, doch bereits nach wenigen Kämpfen ist es gut verständlich und hat mir überraschend viel Spaß gemacht. Auch wenn die Demo beim Storytelling noch viele Fragen offenlässt, hat mich das Spiel mit seiner düsteren Atmosphäre, den verstörenden Kreaturen und der ungewöhnlichen Kombination aus Horror-Erkundung und Kartenspiel definitiv neugierig gemacht.

INFERIUS soll 2027 für PC erscheinen. Eine Konsolenversion ist bislang nicht bestätigt. Falls ihr dieses Jahr nicht vor Ort auf der Gamescom seid, könnt ihr euch die Demo auch auf Steam anschauen.

Gamescom Trailer:


Quelle: Gamescom, LucidRain via YouTube Bilder: © Lucid Rain Studios GmbH

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