Bei Croak dreht sich alles um einen Frosch. Genauer gesagt um den Froschprinzen, der sein Königreich von einem Fluch befreien muss. Was zunächst nach einem eher klassischen 2D-Jump’n’Run klingt, bekommt durch die ungewöhnliche Zungenmechanik schnell seinen ganz eigenen Charakter.
Froschzunge
Spielerisch erinnert Croak durchaus an klassische Vertreter des Genres wie Super Mario. Gleichzeitig bringt WoodRunner Games mit der Zunge eine Mechanik ins Spiel, die das übliche Springen ordentlich aufmischt. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei nicht so hoch wie bei Super Meat Boy, verlangt aber trotzdem einiges an Übung. Gerade weil die Bewegungsmöglichkeiten des Frosches etwas ungewöhnlicher sind, muss man zunächst ein Gefühl für seine Fähigkeiten entwickeln.
Die Zunge ist dabei weit mehr als nur ein nettes Gimmick. Mit ihr kann sich der Frosch beispielsweise an Wänden festhalten und anschließend in verschiedene Richtungen katapultieren. Je nachdem, wie man die Mechanik einsetzt, geht es entweder kräftig nach hinten oder ein Stück nach oben. Allerdings kann man sich nicht unbegrenzt an einer Wand entlanghangeln. Nach zwei entsprechenden Aktionen fällt der Froschprinz wieder herunter. Das klingt zunächst nach einer kleinen Einschränkung, sorgt aber dafür, dass die Bewegungen gut geplant sein müssen. Genau daraus entstehen einige der interessanteren Herausforderungen des Spiels.
Clevere Levelmechaniken
Besonders gut gefallen mir die verschiedenen Mechaniken, die innerhalb der Level miteinander kombiniert sind. Ein schönes Beispiel sind die Eulen. Springt der Frosch, verändern sie ihre Größe. In ihrer großen Form dienen sie als eine Art Trampolin, während sie in ihrer kleinen Form Gegenständen passieren lassen. Diese Mechanik kommt auch für kleine Rätsel zum Einsatz. Die grundlegende Zungen- und Sprungmechanik von Croak dient nicht einfach nur als Fortbewegungsmittel, sondern lässt daraus zunehmend interessante Herausforderungen entstehen.
Die Bosskämpfe, ein wichtiger Bestandteil des Spiels, konnte ich während meiner Anspielsession allerdings noch nicht selbst erleben. Das Spiel verspricht mehrere große und ungewöhnliche Bossgegner, die ebenfalls einen wichtigen Teil des Abenteuers ausmachen sollen. Meine drei angespielten Level konzentrierten sich dagegen vollständig auf das klassische Platforming und die verschiedenen Levelmechaniken.
Ein märchenhaftes Abenteuer
Auch die Geschichte scheint bewusst verspielt und humorvoll gehalten zu sein. Als Froschprinz reist man durch Sümpfe und andere ungewöhnliche Umgebungen, um sein Königreich von einem Fluch zu befreien. Croak setzt auf vollständig handgezeichnete Animationen. An der Entwicklung waren zudem Künstler beteiligt, die zuvor unter anderem an Cuphead und Rick and Morty gearbeitet haben. Das ist dem Spiel durchaus anzusehen. Die Figuren wirken sehr lebendig und die gesamte Präsentation besitzt einen charmanten Cartoon-Look.
Ersteindruck
Nach meinen ersten drei Leveln hinterlässt Croak einen ausgesprochen positiven Eindruck. Die Steuerung fühlt sich flüssig an, die handgezeichnete Optik ist hübsch und vor allem die Zungenmechanik sorgt dafür, dass sich das Spiel angenehm von anderen 2D-Plattformern abhebt. Gleichzeitig gelingt es den Entwicklern bereits früh, aus den grundlegenden Fähigkeiten abwechslungsreiche Herausforderungen zu bauen. Wer klassische Jump’n’Runs mag, aber nach einer etwas ungewöhnlicheren Fortbewegungsmechanik sucht, sollte Croak definitiv im Auge behalten. Für mich gehört der Titel nach dem Anspielen zu den Spielen, bei denen ich gerne noch ein paar weitere Level sehen möchte.
Croak erscheint 2026 momentan ausschließlich für PC. Eine Demo auf Steam ist ab sofort verfügbar.

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