1001 Threads of Mizan ist ein Action-Adventure voller arabischer Mythologie, riesiger Dschinni und drei Helden auf fliegenden Teppichen. Auf der gamescom 2026 konnte ich die Pre-Alpha-Demo gemeinsam mit zwei weiteren Spielern ausprobieren. Obwohl die Spielzeit kurz war, hat das Abenteuer bereits einen ziemlich guten Eindruck hinterlassen.
Eine Geschichte aus Tausendundeiner Nacht
1001 Threads of Mizan entführt uns in eine Welt, in der Menschen und Dschinni einst gemeinsam eine mächtige Zivilisation aufgebaut haben. Mithilfe der sogenannten Mizankunst entstanden Technologien, die beinahe wie Magie wirkten. Ein Krieg setzte dieser Harmonie jedoch ein Ende. Die Dschinni gingen in die Verbannung und ihr König ist eingekerkert.
Jahrtausende später befreit ein Fischer den rachsüchtigen Dschinn-König versehentlich aus seinem Gefängnis. Drei ungewöhnliche Helden stellen sich ihm entgegen. Diese sind Yusra, Sufyan und Malik. Gemeinsam sollen sie die verlorene Macht der Mizan wiederentdecken und den Dschinn-König aufhalten. Besonders interessant ist dabei das Setting. Die Inspiration durch Tausendundeine Nacht und arabischer Mythologie gibt es im Videospielbereich vergleichsweise wenig. Das gibt 1001 Threads of Mizan schon auf dem Papier eine eigene Identität.
Drei Spieler, ein fliegender Teppich
Die Demo haben wir zu dritt absolviert und genau hier konnte das Spiel seine bisher größte Stärke zeigen. Die Steuerung ist angenehm eingängig und erinnert grundsätzlich an klassische Third-Person-Action-Adventures. Viel Eingewöhnungszeit war nicht notwendig. Das absolute Highlight waren für mich die fliegenden Teppiche. Die Steuerung ist zunächst etwas ungewohnt, nach kurzer Zeit hat man den Dreh aber heraus. Mit ihnen durch die Spielwelt zu sausen, auszuweichen und direkt wieder in den Kampf zu gehen, macht überraschend viel Spaß. Dabei sind die Teppiche nicht bloß ein schnelles Fortbewegungsmittel, sondern eng mit dem Kampfsystem verbunden. Genau diese Mischung aus Bewegung in der Luft und Kämpfen am Boden soll laut Entwicklerteam eine zentrale Rolle spielen.
Teamwork statt stumpfes Draufhauen
Schon die ersten kleineren Gegner waren schnell erledigt. Interessanter war es bei unserem ersten größeren Gegner, bei dem wir bereits ohne große vorherige Absprache erstaunlich gut zusammenspielen konnten. Dabei spielt sich jeder Held ein wenig anders. Ich habe beispielsweise Yusra gespielt, eine Fernkämpferin, die Pfeile verschießen kann, aber auch mit ihrem Stab im Nahkampf nicht wehrlos ist.
Besonders praktisch ist, dass sich kampfunfähige Spieler von einem anderen wiederbeleben lassen. Dadurch entsteht das Gefühl, dass ein Fehler nicht sofort das Ende bedeutet. Spätestens bei den größeren Gegnern ist deutlich, dass 1001 Threads of Mizan seine drei Spieler tatsächlich zusammenbringen möchte. In einem späteren Abschnitt mussten wir beispielsweise gleichzeitig bestimmte Angriffe abwehren und zurückschleudern. Jeder Spieler hatte dabei eine eigene Aufgabe. Je besser wir uns abstimmten, desto schneller konnten wir die Rüstung unseres Gegners zerstören.
Auch die großen Bosskämpfe scheinen genau auf dieses Zusammenspiel ausgelegt zu sein. Die offiziellen Informationen versprechen ohnehin kolossale Dschinni, bei denen Bewegung, Kampf und Kooperation miteinander verschmelzen sollen. Noch wäre es natürlich viel zu früh, bereits ein endgültiges Urteil zu fällen. Gerade die Frage, wie sich 1001 Threads of Mizan alleine spielt, bleibt für mich noch offen. Wie gut die KI die Rolle der anderen Spieler übernimmt und ob das Teamplay auch alleine funktioniert, muss sich daher noch zeigen.
Ersteindruck
Was ich bisher gesehen habe, macht definitiv neugierig. Die Kämpfe sind leicht zugänglich, das Zusammenspiel funktioniert erstaunlich gut und vor allem die fliegenden Teppiche sorgen für ein Spielgefühl, das sich von vielen anderen Action-Adventures abhebt. Dazu kommt ein Setting, das sich gar nicht übersättigt anfühlt. Arabische Mythologie, riesige Dschinni und kooperative Action auf fliegenden Teppichen klingen zunächst ungewöhnlich, funktionieren in der Demo aber erstaunlich gut. Wenn die Entwickler dieses Potenzial weiter ausbauen und auch die Solo-Erfahrung überzeugend umsetzen, könnte 1001 Threads of Mizan tatsächlich ein kleiner Geheimtipp sein.
1001 Threads of Mizan erscheint für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2. Ein Erscheinungsdatum ist noch nicht bekannt.

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