Zombies im mittelalterlichen Birmingham? Klingt zunächst nach einer ungewöhnlichen Kombination, funktioniert aber erstaunlich gut. Bei der gamescom konnte ich God Save Birmingham rund 30 Minuten gemeinsam mit einem der Entwickler anspielen und dabei einen ersten Eindruck vom ungewöhnlichen Survival-Sandbox-Konzept gewinnen.
Eine offene Sandbox
Das Spiel versetzt uns in das mittelalterliche Birmingham. Eine mysteriöse Seuche hat die Stadt heimgesucht und nun treiben Untote ihr Unwesen. Wir übernehmen die Rolle des einzigen Überlebenden und müssen uns nicht nur gegen Zombies behaupten, sondern gleichzeitig die ganz alltäglichen Probleme des Überlebens bewältigen. Hunger, Durst, Kälte, Verletzungen und sogar die mentale Verfassung des Charakters müssen wir im Auge behalten.
Schon nach wenigen Minuten macht sich bemerkt, dass die Freiheit eine der großen Stärken von God Save Birmingham sein könnte. Die Landschaft lässt sich frei erkunden und zahlreiche Gegenstände lassen sich aufnehmen, miteinander kombinieren oder anderweitig nutzen. Die Entwickler bestätigten dabei auch, dass man sich unter anderem von Project Zomboid inspirieren ließ. Genau diese offene Survival-Sandbox-DNA ist bereits deutlich zu spüren.
Das zeigt sich auch beim Crafting. Zu Beginn wirkt das System noch etwas gewöhnungsbedürftig, nach kurzer Eingewöhnung geht die Herstellung von Gegenständen aber deutlich leichter von der Hand. Neben dem Crafting gibt es auch die Möglichkeit zu kochen, während man verschiedene Ressourcen sammelt und sichere Unterschlüpfe einrichtet. Die offizielle Beschreibung geht sogar noch weiter. Nahezu jeder Gegenstand soll sich beispielsweise zum Barrikadieren von Türen oder anderweitig zum Überleben einsetzen lassen.
Mit Axt und Speer gegen die Untoten
Auch die Kämpfe konnten bereits überzeugen. Während meiner Anspielsession fand ich eine Axt und einen Speer, mit denen ich mich gegen die Untoten zur Wehr setzen konnte. Die Zombies reagieren dabei unter anderem auf Geräusche. Wer irgendwo unvorsichtig Lärm verursacht, kann schnell eine ganze Gruppe auf sich aufmerksam machen. Besonders brachial geht es beim Trefferfeedback zur Sache, denn Gliedmaßen lassen sich teilweise abtrennen und auch Köpfe können schon einmal durch die Gegend fliegen.
Fernkampfwaffen sind nach Aussage des Entwicklers derzeit nicht geplant, weshalb der Fokus zunächst klar auf Nahkampfwaffen liegt. Auch klassische Bossgegner soll es nicht geben, sondern lediglich verschiedene Zombie-Typen, wie beispielsweise Untote mit Rüstung. Ein Zombie mit heruntergelassener Hose soll wahrscheinlich eher für etwas Auflockerung sorgen.
Ersteindruck
Man merkt der aktuellen Version noch deutlich an, dass sich das Spiel in einer frühen Entwicklungsphase befindet. Während meiner Session gab es einige kleinere Bugs und sogenannte Clipping-Probleme, bei denen Figuren beispielsweise in Objekten festhingen. Das ist für den aktuellen Entwicklungsstand zwar wenig überraschend, zeigt aber auch, dass bis zum finalen Release noch einiges an Arbeit vor dem Team liegt.
Mein erster Eindruck fällt trotzdem ausgesprochen positiv aus. Gerade die Kombination aus mittelalterlichem Setting, physikbasierter Sandbox, umfangreichen Survival-Mechaniken und frei erkundbarer Stadt macht God Save Birmingham interessant. Die rund 30 Minuten waren jedenfalls schneller vorbei, als mir lieb war. Obwohl noch längst nicht alles rund läuft, hätte ich problemlos noch mehrere Stunden weiterspielen können.
God Save Birmingham soll zunächst für den PC im Early Access erscheinen und danach auf Konsolen. Ein konkreter Veröffentlichungstermin ist aktuell noch nicht bekannt. Die Entwickler planen, die Sandbox und Survival-Systeme weiter auszubauen und später zusätzliche, Story-Elemente zu integrieren. Auch ein Koop-Modus ist vorgesehen, den ich aber nicht ausprobieren konnte.

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