Review: Invaders of the Rokujyouma!? – Volume 1 & 2 [Blu-ray]

12. Dezember 2017,   
Autor: Patrick Snir

Der 12-teilige Comedy-Anime Invaders Of The Rokujyōma!? (OT: Rokujouma no Shinry Akusha!?) wurde von Juli bis September 2014 im japanischen TV ausgestrahlt und vom Animationsstudio SILVER LINK. adaptiert. Hierzulande wurde der Anime innerhalb vier Monate auf zwei Volumes von Anime-Publisher KAZÉ Anime veröffentlicht. Für PattoTV zur Verfügung gestellt, hatte ich die Möglichkeit, die erste Staffel anzuschauen und für euch zu bewerten. John Viktor Schwab

Eine Apartment mit magischer Anziehungskraft

Kotarou Satomi  ist ein Schüler und zieht in Apartment 106. Er weiß jedoch nicht, dass dieses Apartment nicht einmal ansatzweise so normal ist, wie er denkt. Um seinen Vater zu entlasten, hat sich Kotarou eine Wohnung zum besonders günstigen Preis von nur 5.000 Yen im Monat gesucht. Direkt am ersten Tag widerfährt ihm ein Unglück während der Arbeit, er stürzt in ein Erdloch und macht eine mysteriöse Begegnung mit einem Geisterwesen. Als er danach im Krankenhaus aufwacht, ahnt er noch nicht, was ihn schon bald in seinem Apartment erwarten wird. Nach der Schule zu Hause angekommen erwartet ihn schon ein Geist namens Sanae Higashihongan. Doch zur Überraschung für beide Seiten konnte er sie sehen und hören! Nachdem Kotarou merkt, dass es sich um einen Geist handelt, fängt dieser auch schon an, das Apartment für sich zu beanspruchen und beginnt ihn zu attackieren. Als ob das alles noch nicht genug wäre, finden sich nach und nach immer mehr merkwürdige Mitbewohner, darunter Außerirdische, eine Unterirdische, eine Magierin (und eine Cosplayerin?), in dem Apartment ein und fangen an sich zu streiten. Dies bleibt jedoch nicht unbemerkt, da das Apartment während des Kampfes ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wird und die Vermieterin sich außer sich vor Wut einschaltet. Folgend wird ein Vertrag erstellt, durch welchen sich alle Parteien verpflichten sich friedlich zu einigen. Die Konkurrenz würde alles tun, um das Apartment zu übernehmen, wird es Kotarou also gelingen, es zurückzuerobern?   

Niemand wird im Stich gelassen!

Eine der Mitbewohnerinnen, die Begleitung des Aliens Ruthkhania Nye Pardomshiha, gewinnt eine Woche in einem Luxushotel am Meer für sechs Personen. Da es eine Verschwendung wäre, alleine zu reisen, beschließen sie und ihre Mitbewohner die Rivalitäten vorerst einzustellen und zusammen einen entspannten Urlaub anzutreten. Angekommen im vermeintlichen Luxushotel müssen sie jedoch feststellen, dass es sich hierbei um ein völlig heruntergekommenes, altes Hotel handelt. Dennoch versuchen sie, das Beste aus ihrer Situation zu machen und haben zusammen eine Menge Spaß, bis das Geistermädchen Sanae die Gruppe verlässt und in Gefahr gerät. Gemeinsam machen sich die Anderen auf den Weg, um Sanae zu Hilfe zu eilen. Werden sie es schaffen, Sanae zu retten?

Bild und Animationen

Adaptiert vom Animationsstudio SILVER LINK., welches vor allem durch den Anime Baka to Test to Shõkanjũ bekannt wurde, basiert der Anime auf der Light-Novel-Reihe Invaders of the Rokujouma!? von Takehaya, welche seit 2009 in Japan mit bisher 26 Ausgaben veröffentlicht wird. Im japanischen TV wurde die erste Staffel mit insgesamt 24 Folgen von Juli bis September 2014 ausgestrahlt. Hierzulande wurde der Anime innerhalb vier Monate auf zwei Volumes (DVD und Blu-ray) von Anime-Publisher KAZÉ Anime veröffentlicht.

Optisch ist der Anime hochwertig und ansprechend. Die Szenen wirken durch kontrastreiche und gut ausgewählte Farben sehr atmosphärisch. Als Beispiel wirkt das Apartment hierdurch sehr gemütlich und zeitlos. Die Konturen sind stark gezeichnet und unterstreichen das schöne Charakterdesign. Die Bilder sind farbenfroh, wirken dadurch lebendig und die Animationen sind stets flüssig. Umso enttäuschender ist die Tatsache, dass Gesichter von handlungsirrelevanten Personen nicht vollständig dargestellt werden.

Synchronisation und Musik 

Die Synchronisation wurde durch AV Visionen GmbH in Berlin durchgeführt, wobei Marco Kröger die Dialogregie führte und Matthias Müntefering und Lan Nonnemann das Drehbuch geschrieben haben. Eine definitiv gute Wahl, da die Synchronstimmen zu den Charakteren gepasst haben und im Ausdruck stark überzeugen konnten.

Die deutschen Synchronstimmen passen gut auf die einzelnen Charaktere. Besonders gut gefiel mir dabei die Arbeit von Christopher Kohn, welcher dem Protagonisten Kotarou Satomi seine Stimme geliehen hat. Die Stimme ist ausdrucksstark und passte vollkommen zum Charakter. Auch die Stimme von Lin Gothoni, welche dem Magical Girl Yurika Nijino ihre Stimme schenkte, hat mich vollkommen überzeugt. Man hat gemerkt, wie viel Leidenschaft und Ausdrucksstärke in die Rolle eingeflossen ist. Generell merkt man, dass die Synchronsprecher mit viel Leidenschaft dabei waren. Des Weiteren ist die deutsche Synchronisierung lippensynchron, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Alles in allem war die deutsche Synchronisation sehr überzeugend. Wer dennoch kein Freund der deutschen Synchronisation ist, hat auch die Möglichkeit, die auf der Disc enthaltene OmU-Fassung – japanischen Originalton mit deutschen Untertitel – anzusehen.

Die Openings und Endings sind sehr ansprechend und passend, wobei das Opening mir persönlich noch besser als das Ending gefällt. Unterstützt wird der Anime immer wieder von gelegentlichen Soundtracks, welche diesem noch mehr Tiefe im Ausdruck geben.


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Fazit

Der Anime hinterlässt einen befriedigenden Eindruck. Die Bilder sind sehr farbintensiv und atmosphärisch, das Charakterdesign ist ansprechend, jedoch werden bei Nebenpersonen die Gesichter nicht vollständig gezeichnet, was wiederum dem Gesamteindruck schadet. Musik und Synchronisation leisten überzeugende Arbeit, die Synchronstimmen passen sehr gut zu den Charakteren. Die simple Story kann überzeugen und die Folgen sind humorvoll, actionreich sowie abwechslungsreich und die Charaktere gewinnen im Lauf der Handlung immer mehr an Charakterlicher tiefe. Anfangs zeigt der Anime starken Humor, weicht im weiteren Handlungsverlauf jedoch stark vom eigentlichen Hauptgenre ab, zu welchem er nur schwer wieder zurückfindet. Der Gesamteindruck ist daher etwas durchwachsen und es bleibt abzuwarten, wie sich dies in der zweiten Staffel entwickelt.

Des Weiteren bedanken wir uns bei KAZÉ Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:
© Takehaya・HOBBY JAPAN/CORONA106
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