Review: Ghost in the Shell – ARISE: border: 3+4 [Blu-ray]

3. Juli 2017,   
Autor: Patrick Snir

Nachdem vor einiger Zeit die ersten zwei Volumes der OVA zu Ghost in the Shell erschienen sind, kommen nun endlich Teil drei und vier auf den Markt. Leider haben mir Border 1 und 2 nicht wirklich gefallen; ob nun endlich das neue Arise an den genialen Real-Kinofilm von Ghost in the Shell herankommt, erzähl ich euch hier. Jonas Liedtke

Border 3

Border 3 trägt den Titel Ghost Tears. Newport City wird Opfer verschiedener terroristischer Angriffe, welche die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Diese werden scheinbar von kriminellen Hackern verübt, die an sich selbst ein Implantat installiert haben, das es ihnen ermöglicht,  Bombenanschläge zu vollführen. Alle Spuren führen letztendlich zu einer Prothesenfirma namens “Mermaid´s Legs”. Motoko und Batou werden beauftragt,dem Ganzen nachzugehen, um weitere grausame Anschläge zu verhindern. Dabei haben die Beiden alle Hände voll zu tun. Währenddessen findet Togusa heraus, dass auch Makotos Liebhaber in die ganze Sache verwickelt zu sein scheint…

Border 4

Im Winter 2028 bekommt Chief Aramaki einen anonymen Hinweis, der vor einem geplanten Anschlag warnt. Schnell bringt dieser alle Computer unter Kontrolle und kann letztendlich doch den Anschlag vereiteln, indem eine Spezialtruppe der Polizei das verdächtige Gebiet sichert.

Plötzlich aber fängt die Truppe an, auf Zivilisten zu schießen und verursacht ein unvorstellbares Blutbad. Nachdem sie diese schreckliche Tat begangen haben, töten sich die Polizisten schließlich selbst. Nur eine Frau mit dem Namen Emma Tsuda, überlebt den Anschlag. Doch hat diese harmlos wirkende Frau etwas mit dem Anschlag zu tun? Und warum sind zwei Ghosts in ihrem Körper?

Animation und Bild

Ghost in the Shell: Arise wurde 2013 von den Produktionsfirma Production I.G adaptiert und dann später von verschiedenen Firmen auf der ganzen Welt, wie zum Beispiel Funimation, lizenziert. Hierzulande wurde dieser Anime von Universum Anime auf dem Markt gebracht.

Ich hatte die Möglichkeit eine digitale Version dieses Animes anzusehen. Daher kann ich nichts über die Qualität der Blu-ray-Version sagen. An sich gab es aber bei der digitalen Version keine Probleme und alles wurde in bester Auflösung gezeigt. Für dieses OVA wurden neue Charakterdesigns verwendet, die durchaus Geschmackssache sind. Diese waren zuerst wirklich gewöhnungsbedürftig, wenn man den originalen Anime bereits kennt. Leider muss ich sagen, dass mir der Zeichenstil nicht wirklich zugesagt hat. Die Charaktere haben einfach unstimmig gewirkt und schienen ein wenig Fehl am Platz zu sein.

Die Animation ist auch ein zweischneidiges Schwert, da es Stellen gibt, die wirklich gut animiert waren, aber auch manche mit denen ich überhaupt nichts anfangen konnte. Ansonsten hat mir in den meisten Fällen die Animation ganz gut gefallen und ist auf einem für das Jahr 2013 soliden Niveau. Etwas unpassend und leider auch unnötig waren die Ecchi-Szenen, die weder für die Story noch für Ähnliches wichtig waren.

Deutsche Umsetzung und Musik

Die deutsche Synchronisation wurde von EuroSync übernommen, die schon einige große Filme und Serien synchronisiert hat. Der Dialogregie hat sich Stefan Wellner angenommen, die Übersetzung ist von Nora Bartels.

Die deutsche Umsetzung ist genauso wie die Animation ein zweischneidiges Schwert. Zum einen haben wir absolut überragende Synchronsprecher, die ihren Rollen mit ihrer Stimme einen neuen und guten Schliff verpassen, dann aber wiederum auch völlig unpassende Stimmen. Als positives Beispiel muss ich hierbei Tilo Schmitz nennen, der Batou vertont hat. Diese schöne tiefe und leicht raue Stimme hat wunderbar zu dem Soldaten gepasst. Dennoch gab es zum Beispiel auch kleinere Charaktere, deren Stimmen mich gestört haben. Dies hat die Stimme des Hilfsroboters von Motoko geschafft. Des Weiteren hat Christin Marquitan Mokoto, Silvia Mißbach Nami Hozumi, Katrin Zimmermann Colonel Kurtz und Dirk Bublies Ibachi vertont. Dazu muss ich noch anmerken, dass meiner Meinung nach die Dialoge häufig – auf gut Deutsch – Schwachsinn waren. Auch haben sie häufig Witze an unpassenden Stellen und bei dafür nicht geeigneten Charakteren verwendet.

Die Musik war allerdings wirklich sehr gut und hat immer für eine stimmige Atmosphäre gesorgt.

Fazit

Wie auch schon bisher gefällt mir der Artstyle und die Animation nicht wirklich, aber diesmal konnte die deutsche Umsetzung das wieder etwas ausbügeln. Die Synchronsprecher wurden mehr oder weniger gut gewählt und bringen alle Eigenschaften der Charaktere an den Mann. Die Story war ebenfalls besser als bei den ersten zwei Bordern und hat mich vor den Fernseher gefesselt, da ich wissen wollte, wie es letztendlich ausgehen wird.

Des Weiteren bedanken wir uns bei Universum Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:

© Shirow Masamune・Production I.G/KODANSHA・GHOST IN THE SHELL ARISE COMMITTEE. All Rights Reserved.

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