Review: Death Parade – Volume 2 [Blu-ray]

29. April 2017,   
Autor: Patrick Snir

Nachdem am 10. März dieses Jahres das erste Volume der Anime-Serie Death Parade erschienen ist, hat das zweite Volume nicht lange auf sie warten lassen. Am 13. April erschien nun das zweite Volume mit den Episoden fünf bis acht. Ob es mit dem ersten Volume mithalten konnte, werdet ihr in diesem Test erfahren. Patrick Snir

Willkommen in der Bar Quindecim

“Willkommen!”, so begrüßt jedes mal der weißhaarige Barkeeper namens Decim die Besucher, die zunächst einmal ahnungslos aus dem Aufzug steigen. Immer wenn zwei Personen zur gleichen Zeit sterben. landen sie im mysteriösen Nachtklub Quindecim, ein Klub zwischen dem Dies- und Jenseits. Wenn diese dort ankommen, begrüßt sie der Barkeeper Decim und seine Assistentin Chiyuki, die noch in Ausbildung ist. Doch was die Personen zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen: Sie sind tot und hier werden Spiele mit ihren Seelen gespielt. Die Personen wissen am Anfang nichts mehr, da sie ihr Gedächtnis verloren haben. Eben diese Personen müssen hier ein zufällig ausgewähltes, klassisches Spiel wie Billard oder Darts bestreiten.

Death March

Als ein Mann und ein kleiner Junge ins Quindecim kommen, ohne dass deren Erinnerungen wie üblich vorher geschickt wurden, stutzt Decim zwar, versucht aber, wie gewohnt fortzufahren. Einer entpuppt sich sehr schnell als Decims rausflustiger Kollege Ginti, der andere als Dummy. Ginti zerlegt die halbe Bar, bevor Nona auftaucht und ihn ruhigstellt. Sie erklärt Decim, das Ganze sei ein von Quin entwickelter Test gewesen und er sollte besser aufpassen. Nach diesem Vorfall lassen die neuen Besucher der Bar nicht lange auf sich warten: Popstar Harada, Mitglied einer Boygroup, und Mayu, ein überdrehtes Schulmädchen und großer Fan Haradas, kommen im Quindecim an und müssen gegeneinander antreten – wie soll es auch anders sein. Als die beiden eine Pause erbitten, wendet sich das Spiel unter Gintis Einwirken dramatisch. Er soll die Dunkelheit in den Herzen der Menschen aufzeigen und löst dadurch bei beiden eine Krise aus. Zu dieser ausweglosen Situation kommt es aber vor allem durch Mayus Liebe, die Harada von ganzem Herzen erfreut. Wie wird wohl das Ende dieses Spiels aussehen und wie entwickelt sich die Liebe zwischen Mayu und Harada?


Nona


Äußerlich ein Kind, ist sie doch eine Schiedsrichterin, die über reiches Wissen und Erfahrung verfügt. Vom Nonaginta (90. Stockwerk) überwacht sie die Schiedsrichter der einzelnen Stockwerke. Als Vorgesetzte von Decim und seinen Kollegen kann sie durchaus auch handgreiflich werden. Sie bringt die schwarzhaarige Frau dazu, Decim zu unterstützten, und es scheint, als habe sie gewisse Hintergedanken.


Bild und Animation

Erstmal als 25-minütiger Anime-Film mit dem Titel Death Billiards erschien unter der Regie von Yuzuru Tachikawa Anfang Januar 2015 die 12-teilige Anime-Serie Death Parade. Aus dem Hause Madhouse, die auch Anime wie Death Note, Hunter x Hunter oder One Punch Man animiert habe, stammt die Serie.

Selbst im zweiten Volume kann man die wunderschön-gezeichneten Charaktere in der Serie äußerst positiv ansprechen. Ein sanftes Charakterdesign hat dem Anime einen schönen Strich gegeben, was mir sehr gefällt. Auch das Bild, besonders der Hintergrund sowie der Klub, erzeugen eine passende Atmosphäre. Darüber hinaus waren die Animationen wieder echt genial und haben alle Bewegungen hervorragend dargestellt. Die vielen Effekte sind sehr passend und machen die Serie sehr interessant zum Anschauen. Was mir persönlich noch zusagte, waren die Kontraste. Es veränderte sich die Umgebung, alles wurde düster. Waren Humor und friedvolle Umgebung angesagt, so konnte man unterscheiden, was gerade passiert und wie die Stimmung der Charaktere sein kann. Auf der Blu-ray-Version lieferte uns Universum Anime ein weiteres Mal eine gestochen scharfe Serie in 1080p und mit keinen Bildfehlern.

Deutsche Umsetzung und Musik

Die Synchronarbeiten fanden im Neue Filmton in München statt und die Dialogregie wie auch das Dialogbuch übernahm Eva Schaaf. Eine wirklich schöne Synchro haben wir von Universum Anime – wie erwartet – bekommen und hat sich im zweiten Volume sogar deutlich verbessert – auch wenn sich die Synchro schon im ersten Volume genial war. Benjamin Völz als Decim und Katharina Schwarzemaier als Chiyuki in der Hauptrolle waren hervorragend gewählt und verleihen den Charakteren eine schöne und passende Stimme. Auch wenn es manchmal klingt, als wäre Decim ein langweiliger Charakter in der deutschen Version, war es trotzdem gut. Auch haben mich im zweiten Volume Anna Ewelina als Mayu Arita und  Tobias Kern als Harada positiv überrascht. In weiteren Rollen waren Jacqueline Belle als Castra, Benedikt Gutjan als Clavis, Stefan Günther als Ginti, Farina Brock als Nona, Erich Ludwig als Oculus und Alexander Brem als Game. Auch war die Musik in der Serie immer stimmig und passte zu jeder Szene. Wer kein Fan der deutschen Synchronisation ist, kann selbstverständlich sich die Anime auch in der OmU-Version (japanischer Originalton mit deutschen Untertitel) anschauen.

Fazit

“Willkommen im Quindecim!” Zunächst sind die Besucher dieser Bar noch ahnungslos, wenn sie auf den weißhaarigen Barkeeper Decim treffen, bis dieser sie dann mit den Worten “Nun soll der Kampf, in dem Ihr Leben auf dem Spiel steht, beginnen!” begrüßt und ihnen das Death Game vorstellt. Es entwickelt sich ein grausames, schicksalsentscheidendes Spiel, in dem die wahre Natur der Gäste schließlich ans Tageslicht tritt und am Ende wird Decim als Schiedsrichter enthüllt, der verpflichtet ist ein Urteil über die Besucher zu fällen.

Auch wenn das nach einer schrägen Story klingt, kann ich vom Gegenteil überzeugen. Auch die weiteren Episoden des Drama-Mystery-Animes haben mir auf jeden Fall zugesagt und habe schon sehr Hohe Erwartungen gehabt, als bekannt war, dass Universum Anime sich die Lizenz des Animes gesichert hat. Auch das zweite Volume konnte, genauso wie das erste Volume schon umfassend überzeugen. Man kann die schönen Bilder, das geniale Charakterdesign und die schönen Effekte der Serie nur hervorheben. Dank dieser Grundpunken, kann man den Anime entspannt anschauen ohne die Augen übermäßig anzustrengen. Auch die Synchronisation wurde im zweiten Volume, obwohl es schon im ersten Volume hervorragend war, weiter punkten und sogar mehr überzeugen, als neue Charaktere in der Story hinzukamen. Auch wenn ich noch immer finde, dass die deutsche Synchronstimme von Decim ein wenig langweilig wirkt, hat sie nichtsdestoweniger eine passende Stimme verliehen bekommen und man kann sowohl dem Synchronstudio als auch Universum Anime ein großes Lob aussprechen. Ich bin schon sehr auf das finale Volume der Anime-Serie gespannt und kann es kaum erwarten sie zu sehen.

Des Weiteren bedanken wir uns bei Universum Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:
©Yuzuru Tachikawa. ©MADHOUSE/NTV/VAP
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