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Review: Angel Beats! – Die komplette Serie [Blu-ray]

23. Januar 2017

Ach…stellt euch vor, ihr wacht auf und seid auf einmal in einer euch unbekannten Gegend aufgewacht. Sowas kann nicht passieren? Ich beweise euch heute mit dem wunderschönen Meisterwerk Angels Beats!, welches im Jahre 2010 im japanischen TV ausgestrahlt wurde und aus dem Hause P.A. Works stammt, das Gegenteil. Dank Universum Anime durfte ich ein Blick auf den Anime werfen. Patrick Snir

Die Welt zwischen Leben und Tod

Eines Tages erwachte der Student Otonashi auf einem Gelände einer Schule, das ihm nicht mal im Geringsten bekannt vorkam. Als er aber bemerkte, dass ein Mädchen mit einer Waffe in der Hand neben ihm war, fragte er sie, wo er hier gelandet sei und was gerade passiere. Das Mädchen, ihr Name war Yurippe, erklärte ihm, dass diese Welt sich zwischen Tod und Leben befinde. Darüber hinaus erzählte sie ihm er sei tot und deswegen hier gelandet. Im ersten Augenblick war Otonashi völlig überrascht und ungläubig. Trotzdem erklärte sie ihm weiter, dass in dieser Welt Jugendliche von einem Engel, einer mysteriösen Dienerin Gottes, terrorisiert und ausgelöscht werden. Otonashi hielt, nun, da er  den ersten Schock verarbeitet hatte, das Ganze für lächerlich und wollte zu eben diesem Engel, welcher weiter unten stand, gehen und diesen persönlich fragen, was hier los sei und warum man sie „Engel“ nenne. Plötzlich panisch wollte Yuri wollte ihn aufhalten, da sie meinte, das sei zu gefährlich; sie wollte, dass er stattdessen in ihre Untergrundorganisation namens ShindaSekaiSensen oder auch Sterben-Ist-Schrecklich-Front beitritt. Er ließ sich aber nicht aufhalten und ging zum sogenannten „Engel“. Als er sie persönlich fragte, was hier los sei, erzählte sie ihm genau das Gleiche wie schon Yuri vorhin. Deswegen vermutete er, dass auch der Engel mit Yuri unter einer Decke stecke. Doch dies ergäbe ja keinen Sinn, da Yuri mit einer Waffe auf den Engel zielte. Davon irritiert fragte Otonashi sie auch, warum sie ein Engel sei und fast unter Beschuss stehe. Doch darauf antwortete sie, dass sie kein Engel sei, sondern nur die Schülersprecherin. Ganz spontan forderte Otonashi einen Beweis, welcher der beiden Aussagen der Mädchen auch stimme. Da nahm der Engel ihre Waffe (eine Waffe ihrer Skills: GuardSkill) heraus und stach ihm mitten ins Herz.

Wenig später wachte er im Krankenzimmer der Schule auf und neben ihm war mal wieder Yuri. Er konnte das Geschehene noch nicht ganz verarbeiten. Als er dann wieder zu sich und in die Hauptzentrale der Untergrundorganisation SSS kam, hatte er sich doch für das Beitreten der Organisation entschieden. Diese Organisation wollte dem Auslöschen unschuldiger Jugendlicher ein Ende setzen. So absolvieren sie immer neue Aufgaben um dieses Ziel zu verfolgen. Doch eine ganz wichtige Frage hatte Otonashi noch: Er fragte sich, was die Lehrer zu der ganzen Sache sagen. Darauf antwortete Yuri, dass alle Schüler und Lehrer dieser Schule nur NSC’s sind, sozusagen programmierte Marionetten. Sie machen und erledigen alles und nach einiger Zeit verschwinden sie wieder aus der Welt, da sie alles befolgen, das ihnen aufgetragen wird. Genau dies machen die Leute der Untergrundorganisation nicht. Sie wollen nicht von dieser Welt verschwinden, bevor sie nicht den Engel vernichtet haben. Auch, so meinte Yuri, habe jeder einzelne, der hier gelandet ist, schon ein schreckliches Leben auf der Welt hinter sich und möchte daher den Tod nicht akzeptieren.

So dauerte es bis zu Otonashis erstem Einsatz gegen den mysteriösen Engel auch nicht lange, doch hinter dem Namen „Operation Tornado“ steckte etwas anderes, als er zunächst vermutete. Während die von Mitgliedern der SSS gegründete Band „Girls Dead Monster“ in der Turnhalle für die NSCs ein Konzert veranstaltete, mussten sie den Engel daran hindern hineinzukommen. Gegen die mächtigen Guard Skills des Engels ist das jedoch nicht einfach, denn weder Kugeln noch Raketen scheinen dem Engel etwas auszumachen. Mit aller Kraft schafften sie es jedoch schließlich, den Engel zu verlangsamen. So erwarteten Otonashi viele verrückte Abenteuer in dieser Welt nach dem Tod, doch wie ist Otonashis irdische Vergangenheit mit den Geschehnissen in der Zwischenwelt verknüpft? Und was steckt hinter diesem mysteriösen Engel?

Bild und Animation

Dem Anime wurde eine sehr schöne Grafik verliehen. Verantwortlich für die Serie waren das Studio P.A., das auch schon Titel wie beispielsweise „TariTari“ oder auch „Charlotte“ produziert hatte und für das Charakterdesign die Firma „Key“, die auch schon den Titel „Clannad“ hervorragend gezeichnet hatte. Auf der Blu-ray war jedes einzelne Detail super zu erkennen und auch das Bild war immer gestochen scharf.

Deutsche Umsetzung und Musik

Viele Fans lobten die Synchro von Universum Anime bereits sehr. Und ich muss auch sagen, dass Universum Anime eine sehr tolle Auswahl an Synchronsprecher getroffen hat. Alle Stimmen passen zu 100 % zu ihrem animierten Charakter. Wer dennoch lieber auf Japanisch schauen möchte, kann dies dank der deutschen Untertitel auch gut tun. Des Weiteren wurden wie üblich wieder alle Schilder übersetzt. Ein weiteres Highlight ist der sehr atmosphärische Soundtrack der Serie, der besonders in dramatischen Szenen das emotionale Fass zum Überlaufen bringen kann.

Fazit

Angel Beats! erzählt eine sehr tragische Geschichte und hat auch bestimmt den einen oder anderen dazu gebracht, nach einem Taschentuch zu greifen um sich die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Man kann es sich wie eine Achterbahn vorstellen: Manchmal geht die Spannung hoch, ein anderes Mal ist es lockerer und die Story hat wieder sehr viel Humor im Gepäck. Teilweise muss man sich aber zusammenreißen und das akzeptieren, was gerade passierte. Beide Seiten haben wundervolle Arbeit geleistet. Zum einen das japanische Studio P.A. und die Firma „Key“, zum anderen auch das deutsche Anime-Label „Universum Anime“ für die großartige Synchronisation. Zum krönenden Abschluss verleihe ich dem Anime eine 10/10, da alles im Anime trotz kleinerer Schwächen fast perfekt ist und es auch einer meiner Lieblingsanimes war und ist.

Des Weiteren bedanken wir uns bei Universum Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:
© VisualArt’s/Key
© Visual Art’s/Key/Angel Beats! Project
© 2014 Universum Film GmbH
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