Preview: Cells at Work! CODE BLACK

Nach dem Erfolg der ersten Staffel zu Cells at Work! gibt es diese Season nicht nur ein Sequel, sondern auch das Spin-off CODE BLACK als Anime-Adaption. Seit dem 7. Januar 2021 laufen beide Serien im japanischen TV sowie beim Streaming-Anbieter Wakanim. Die Geschichte des Spin-offs zeigt eine dystopische Welt des Körpers, der durch Drogen und schlechte Ernährung an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommt. John Viktor Schwab

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem PReview reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Arbeite! Arbeite! Arbeite!

Bereits von der Hauptserie wissen wir, dass im inneren unseres Körpers tagtäglich rund 37,2 Billionen Zellen fleißig bei der Arbeit sind. Auch unsere neue Blutzelle, die gerade ihr abschließendes Seminar zur Einführung in die Arbeitsgesellschaft des Körpers absolviert, ist sich dessen bewusst. Mit Eifer und Elan notiert Sekkekkyu alles, was er mitnehmen kann. Er freut sich bereits riesig auf seinen ersten Tag in der großen weiten Welt des Körpers.

Nun ist der Tag gekommen. Er hat die Anweisung, zusammen mit seinen anderen Kollegen sich bei seinen Ausbildern zu melden, um eine hautnahe Einführung in die Vorgänge des Köpers und seinen Aufgabenbereich zu bekommen. Zusammen mit seinen Kollegen macht er sich auf den Weg – die Freude ist groß und die Erwartungen sind riesig. Noch ein Schritt und er hat es geschafft. Doch was er nun sieht, soll alles übertreffen, was er sich ausgemalt hat.

Der Körper, in dem er lebt, ist ein Wrack. Die Gefäße sind verstopft, das Immunsystem ist am Rande eines Kollapses und jede Stelle ist unterbesetzt. So bekommt er auch keinen schönen Rundgang oder eine Einführung, sondern die nackte Realität. Diese Realität heißt „Arbeiten!“ und diese ist undankbar, anstrengend und zerstörerisch. Völlig überfordert beginnt er mit seiner ersten Auslieferung. Die Wege jedoch sind durch Fettablagerungen versperrt, während durch Entzündungen das Gewebe um ihn aufreißt und Bakterien den Körper zu übernehmen versuchen. Schon nach kurzer Zeit ist er am Rande seiner mentalen und körperlichen Kräfte. Seine Hoffnungen sind zerstört und sein Glaube ist vernichtet. Doch trotz seiner aussichtslosen Lage gibt es einige wenige Zellen, die zu ihm halten und versuchen das Beste aus der Welt zu machen, in der sie Leben. Neue Bedrohungen jedoch lassen nicht lange auf sich warten. Und sie kommen nicht nur von außen…

Bild und Animation

Cells at Work! CODE BLACK (jap. Hataraku Saibou Black) basiert auf seiner gleichnamigen Manga-Vorlage von Shigemitsu Harada, die seit Juni 2018 in Japan publiziert wird. Die Anime-Adaption wird derzeit unter der Regie von Hideyo Yamamoto im Studio Liden Films animiert, das unter anderem für Serien wie Yamada-kun & the 7 Witches bekannt ist. In Japan wird die Serie seit dem 7. Januar 2021 ausgestrahlt und läuft seither auch bei Wakanim im Originalton mit deutschen Untertiteln im Simulcast. Ab dem 28. Januar 2021 startet das Spin-off auch mit deutscher Synchronisation im Simuldub (exklusiv für VIP-Abonnenten).

Wie in der Hauptserie, ist das Bild auch in Cells at Work! CODE BLACK sehr hochwertig. Im Gesamten zeigt sich ein düsteres, bedrohliches und dystopisches industrielles Setting, das von einem abgestimmten Charakterdesign vollendet wird. Opening und Ending stehen wie das Spin-Off selbst im starken Kontrast zueinander und ergänzen sich; wirken aber etwas lieblos. Nichtsdestoweniger sind die Animationen bislang flüssig und Momente der Freude werden optisch gut hervorgehoben. Um dramatische Momente zu untermalen, werden dunkle Blenden mit Pausen eingefügt. Problematisch dabei ist die finale Umsetzung, denn die Blenden sind zu kurz und der dramatische Effekt endet in Verwirrung, weil sein Zweck verfehlt wird. Demnach fehlt mir im Gesamtbild ein wenig der Biss: Sowohl die Linien als auch die farbliche Darstellung dürften etwas besser ausgearbeitet sein.

Synchronisation und Musik

Zum Zeitpunkt, an dem ich das Preview verfasste, war der Anime ausschließlich in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln verfügbar. Dementsprechend werde ich auch nur anhand dessen eine Bewertung vornehmen. Im Gegensatz zu der visuellen Darstellung, ist die Vertonung der Charaktere besser gelungen. Alle Sequenzen sind lippensynchron und der Enthusiasmus alle Sprecher lässt sich klar definieren. Opening und Ending haben nette Soundtracks, können mich aber nicht gänzlich mitreißen, während die musikalische Untermalung auch etwas präsenter sein könnte. Somit ergibt sich hier eine passable Leistung, die aber durch die Probleme in der visuellen Darstellung nicht vollständig zum Zuschauer transportiert werden kann.

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Fazit

Cells at Work! CODE BLACK schafft bis jetzt eine aufschlussreiche und spannende Dystopie zur Hauptserie Cells at Work!. Dabei wird gezeigt, was passieren kann, wenn man schlecht mit seinem Körper und seiner Gesundheit umgeht. An die Hauptserie kann CODE BLACK bislang jedoch noch nicht heranreichreichen. Dafür ist das Bild mit seinen Übergängen und die generelle etwas lieblos wirkende Darstellung nicht gut genug.

Zudem finde ich es schade, dass – auch wenn es sich „nur“ um ein Spin-Off handelt – man einfach ins kalte Wasser geworfen wird und anfangs kaum Erklärungen erhält. Hinzu kommt noch, dass die Handlung etwas vorhersehbar ist und die Hauptstory diese nicht gut unterstützt. Positiv hervorzuheben ist trotz alledem das gelungene Setting mit seinen passenden Charakteren sowie die japanische Sprachfassung, bei der man die Anstrengung und Mühen der Sprecher heraushört. Ich hoffe, dass die Serie an seinen Fehlern wächst und die gelungenen Momente nutzt, um sich zu verbessern.

Kurzfazit

Cells at Work! CODE BLACK zeigt eine schöne Abwechslung zu der vorangegangenen Hauptserie, auch wenn die Darstellung noch nicht ganz perfekt ist. Wird die Voraussetzung, die erste Staffel von Cells at Work! gesehen zu haben, erfüllt, bietet das Spin-Off eine aufschlussreiche Handlung.

Bilder: ©Shigemitsu Harada, Issei Hatsuyoshiya,Akane Shimizu/KODANSHA,CODE BLACK PROJECT

Pro

  • passendes Charakterdesign
  • bekanntes Design
  • neue Story …

Contra

  • … die nicht ohne Vorwissen funktioniert
  • holpriger Einstieg
  • zu kurze Überblendungen
vorläufige
Bewertung: