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Preview: takt op.Destiny

7. November 2021

Eigentlich unvorstellbar, dass Musik hören oder gar musizieren nicht mehr möglich ist. Doch in takt op.Destiny, einem neuen Original-Anime der Studios MAPPA und Madhouse, ist dies aufgrund eines drastischen Vorfalls Wirklichkeit. Die Serie begann am 6. Oktober in Japan und wird seither bei Crunchyroll im Simulcast gezeigt. Begleiten wir die Musikschaffende Destiny und ihren Dirigenten Takt Asahina auf der Mission, Musik wieder möglich zu machen! Patrick Snir

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem PReview reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Und plötzlich verstummte jegliche Art der Musik …

Vor langer Zeit erfüllten jede Menge strahlende Sternschnuppen den Himmel auf der Erde. An diesem Abend fielen magische Steine, die mit einer unbekannten Kraft erfüllt waren, auf den von Menschen bewohnten Planeten. Seither begann die Welt nach Wegen zu suchen, um das Geheimnis hinter den Steinen zu lüften. Bis jedoch einige Jahre später erneut ein Meteorit den Nachthimmel erhellte, auf den diesmal aber ein rabenschwarzer Stein folgte!

Eine Vielzahl entsetzlicher, grotesker Monster hielten dadurch Einzug auf der Erde und sie rissen Mensch, Tier, Blumen und Bäume in ein Bad aus Chaos und Zerstörung. Die D2 genannten Monster, die nun die Erde belagern, haben schnell jegliche Art von Musik verboten, da dies der einzige Weg ist, ihnen erheblichen Schaden zuzufügen. Allerdings gibt es auch Menschen, die sich den Störenfrieden widersetzen: Junge Frauen namens „Musikschaffende“, die ein besonderes musikalisches Talent besitzen und durch Partituren ihre Macht verliehen bekommen. Zusammen mit „Dirigenten“ bilden sie ein Team, das mithilft von Musik die Kämpfe gegen die außerirdischen Feinde bestreitet.

In der Gegenwart – Amerika im Jahr 2047 – herrscht nun durch das sogenannte Sagan-Manifest Waffenstillstand zwischen den Menschen und D2. Nach dem Vorfall können sogar neugeborene Kinder mit dem Begriff „Musik“ nichts mehr anfangen. Doch der Dirigent Takt, ein begnadeter Pianist, und die junge Destiny hoffen, dass auf der Welt eines Tages wieder Klänge ertönen können. Gemeinsam reisen sie nach New York und stellen sich ihrem Schicksal. Doch wird ihre gemeinsam erzeugte Melodie Freude oder Verzweiflung auslösen?

Bild und Animation

takt op.Destiny ist ein neuer Original-Anime der Studios MAPPA und Madhouse, der unter der Leitung von Regisseur Yuuki Itou entsteht. Die Anime-Serie gehört zum Multimedia-Projekt „takt op.“, das unter anderem auch ein Spiel umfassen soll, welches voraussichtlich im Laufe dieses Jahres in Japan erscheint. Die Idee stammt von dem Unternehmen DeNA sowie Autor Ohji Hiroi. Kiyoko Yoshimura verfasste das Drehbuch, während Reiko Nagasawa das Charakterdesign von LAM für die Animation adaptiert.

takt op.Destiny überzeugt bisweilen mit einer kontinuierlich faszinierenden visuellen Darstellung, die in Zusammenspiel mit Bild und Animation einfach grandios ist. Die kräftigen, dynamischen Farben zieren das abwechslungsreiche Setting. Das Bild ist elegant, atmosphärisch und dank gelegentlicher Bokeh-Effekte sehr wertig. In erster Linie weiß aber die Animation zu überzeugen, die mit Gespür für Kinematographie, das perfekt mit der Musik zusammenarbeitet, um den Stil der Episodenmomente zu unterstreichen, die Folgen zu einem visuellen Leckerbissen macht. Auch in den Kämpfen zeigen Animationen keine Schwächen und bringen verwendete CGI-Element gut unter. Mit akkuraten Konturen und satten Farben fügt sich das Charakterdesign hervorragend in Szene, bei der man jedoch teilweise Details vermisst. Rundum trotzdem bislang eine ausgezeichnete Arbeit der Animationsstudios!

Synchronisation und Musik

Hierzulande zeigt Crunchyroll die Anime-Serie ausschließlich in der japanischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln im Simulcast. Der japanische Sprechercast ist dabei sowohl mit erfahrenen als auch noch jungen, talentierten Sprecher:innen aufgestellt, die das Erlebnis und die Emotionen der Handlung gut zum Zuschauer transportieren. Allen voran Shion Wakayama (Destiny / Cosette Schneider) und Kōki Uchiyama (Takt Asahina) muss man an dieser Stelle hervorheben, die sich in ihre jeweiligen Rollen vertieft haben.

In einem Anime, in dem Musik im Fokus steht, erwartet man sicherlich die Crème de la Crème, wenn es um die musikalische Untermalung von Yoshihiro Ike geht. Und diese Erwartungen werden auch mehr als genug mit mitreißenden Soundtracks, klassischen Sonaten aber auch orchestralen Musikeinlagen übertroffen. Sowohl Opening (takt von ryo) als auch Ending (SYMPHONIA von Mika Nakashima) bilden einen guten Start beziehungsweise Abgang einer Episode.

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Fazit

Mit takt op.Destiny läuft aktuell ein Anime, der endlich wieder Musik thematisiert, selbst wenn in dieser Welt jegliche Art von Musik aufgrund von außerirdischen Feinden, die D2 genannt werden, verboten ist. Doch mit Musikschaffenden und Dirigenten wird versucht, dass eines Tages zahlreiche musikalische Werke wieder auf der ganzen Welt erklingen können. Bis dahin stehen aber Destiny und Takt Asahina noch zahlreiche Kämpfe gegen die Musikverweigerer bevor.

Die Handlung wird im angenehmen Tempo verständlich erklärt und konzentriert sich auf die Kernelemente der Geschichte. Bereits in den ersten Episoden hatte ich unendlich viel Spaß, das Abenteuer zu verfolgen, weil sich unter anderem das Konzept der Serie einfach zusammenstellt und den Unterhaltungswert enorm aufrechterhält. Die Kämpfe fallen zwar bislang noch etwas simpel aus, haben jedoch das Potential noch besser zu werden.

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Nichtsdestoweniger zählt der Anime mit den atmosphärischen Bildern und den großartigen Animationen zu den besten Produktionen und gestaltet die Serie zu einem Erlebnis. Wenn MAPPA und Madhouse die Qualität der Produktion beibehalten und verhindern können, dass die Geschichte aus den Fugen gerät, haben wir einen starken Kandidaten für die beste Unterhaltung der Herbst-Season. Denn mit der ausgesprochen faszinierenden musikalischen Untermalung wird man als Zuschauer von takt op.Destiny schon in seinen Bann gezogen.

Kurzfazit

takt op.Destiny beweist sich in den ersten Episoden als unterhaltsamer und gut produzierter Action-Adventure-Anime mit einem originären Konzept. Besonders Musikliebhaber sollten sich diesen Original-Anime nicht entgehen lassen!

Bilder: ©DeNA/takt op.Phil

Pro

  • atmosphärische Bilder
  • faszinierende Animation
  • unterhaltsamer Plot
  • mitreißende Soundtracks

Contra

  • Charakterdesign mit kleinen Schwächen
vorläufige
Bewertung:
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