Mit Metro 2039 kehrt 4A Games zu den Wurzeln der beliebten Shooter-Reihe zurück. Nach dem deutlich offener gestalteten Metro Exodus führt uns der neue Serienteil wieder tief unter die zerstörten Straßen Moskaus, also dorthin, wo die Reihe einst ihren Anfang nahm. Auf der gamescom 2026 konnte ich selbst Hand anlegen und einen ersten Eindruck davon gewinnen, was uns in der bislang düstersten Reise durch die Metro erwartet.
Eine neue Reise in die Moskauer Metro
Metro 2039 spielt, wie der Name bereits verrät, im Jahr 2039. Ein Vierteljahrhundert nach dem Atomkrieg kämpfen die letzten Überlebenden weiterhin ums Überleben. Die einst voneinander unabhängigen Fraktionen der Metro haben sich mittlerweile unter der Herrschaft eines fanatischen Spartaners namens Hunter vereint. Doch Frieden herrscht deshalb keineswegs. Sein Regime, das sogenannte Novoreich, kontrolliert die Bevölkerung mit Angst und Propaganda.
Im Mittelpunkt steht ein neuer Protagonist namens The Stranger. Brutale Albträume plagen den zurückgezogen lebenden ehemaligen Spartaner. Er sieht sich schließlich gezwungen, in die Metro zurückzukehren, die er eigentlich für immer hinter sich lassen wollte. Metro 2039 soll dabei erneut eine klassische, storygetriebene Singleplayer-Erfahrung bieten und laut 4A Games verstärkt auf psychologischen Horror und eine bedrückende Atmosphäre setzen.
Dreck, Dunkelheit und eine verdammt gute Atmosphäre
Was sofort auffällt, ist die Grafik. Metro 2039 sieht fantastisch aus. Bereits beim Gang durch die engen Tunnel macht sich bemerkbar, wie viel Wert 4A Games erneut auf die Inszenierung seiner Welt legt. Alles wirkt heruntergekommen, dreckig und gefährlich. Die Metro ist kein Ort, an dem man sich gerne aufhalten möchte. Genau das ist vermutlich das größte Kompliment, das man dem Design machen kann.
Überall finden sich kleine Details, die die Welt glaubwürdig wirken lassen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine Szene, in der ich mit meinem Feuerzeug Spinnweben beseitigen konnte. Zunächst fragte ich mich allerdings, warum ich mir überhaupt die Mühe machen sollte und ließ die nächsten Spinnweben einfach hängen. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Kurz darauf krabbelten plötzlich mehrere Spinnen über meinen Helm.
Das war zwar nur ein kleiner Moment, aber genau solche Details sorgen dafür, dass Metro 2039 unglaublich immersiv wirkt. Dazu kommen immer wieder kleinere Schreckmomente und unerwartete Begegnungen, wie beispielsweise mit einem wolfsähnlichen Mutanten. Metro bleibt also weiterhin Metro und die Entwickler verstehen es offenbar noch immer hervorragend, den Spieler permanent ein wenig unwohl fühlen zu lassen.
Schleichen oder schießen?
Im weiteren Verlauf der Demo führte mich der Weg durch die zerstörte Außenwelt zu einem kleinen Lager einer feindlichen Fraktion. Hier zeigte Metro 2039 einige seiner spielerischen Möglichkeiten. Ich konnte mich vergleichsweise frei an die Situation herantasten und beispielsweise versuchen, uns unbemerkt durch das Lager zu bewegen. Lichtquellen lassen sich ausschalten, um Gegner besser im Schatten zu umgehen, während ein Nachtsichtgerät dabei hilft, auch in völliger Dunkelheit den Überblick zu behalten.
Natürlich lässt sich die Situation aber auch deutlich direkter lösen. Die anschließenden Schießereien wirkten bereits sehr wuchtig und machten ordentlich Spaß. Waffen und Treffer vermittelten ein gutes Gefühl von Gewicht, während die Kämpfe insgesamt angenehm intensiv inszeniert waren. Gerade die Mischung aus Schleichen, Survival und direkter Action gehört seit jeher zu den großen Stärken der Metro-Reihe. Auch Metro 2039 scheint diesen Ansatz beizubehalten und gleichzeitig stärker mit der Umgebung spielen zu wollen. Offizielle Gameplay-Informationen bestätigen ebenfalls, dass Spieler unterschiedliche Herangehensweisen nutzen und ihre Umgebung zu ihrem Vorteil einsetzen können.
Ersteindruck
Natürlich lassen sich nach so kurzer Zeit noch keine endgültigen Aussagen über Metro 2039 treffen. Gerade von der Geschichte konnte ich bislang kaum etwas sehen. Doch das, was ich auf der gamescom spielen konnte, macht definitiv Lust auf mehr. Besonders die Atmosphäre konnte mich überzeugen. Die Welt sieht hervorragend aus, die Tunnel wirken beklemmend und lebendig zugleich, während kleine Details und unerwartete Schreckmomente für eine konstant unangenehme Anspannung sorgen. Kombiniert mit den wuchtigen Schießereien und den bekannten Stealth-Mechaniken scheint 4A Games genau zu wissen, welche Elemente Metro-Fans an der Reihe lieben.
Mein erster Eindruck fällt daher äußerst positiv aus. Wenn Metro 2039 diese dichte Atmosphäre über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten kann und dazu eine spannende Geschichte erzählt, könnte uns hier ein richtig starker neuer Teil der Reihe erwarten.
Metro 2039 erscheint am 4. Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC.

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