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Review: Die Monster Mädchen – Volume 1 – 4

25. Februar 2018

Der zwölfteilige Comedy-Anime Die Monster Mädchen (OT: Monster Musume no Iru Nichijou) startete im Juni 2015 im japanischen TV und exklusiv im Simulcast auf Anime on Demand und fand schließlich im September des gleichen Jahres sein Ende. Die Serie wurde vom Animationsstudio Lerche auf Grundlage des gleichnamigen Mangas adaptiert. Von August bis November letzten Jahres erschien die Anime-Serie auf insgesamt vier Volumes. Ich darf euch jetzt meine Meinung zum Anime verraten.  John Viktor Schwab

Monster Mädchen!

Vor einigen Jahren wurde durch die Regierung offiziell die Existenz von Fabelwesen wie Zentauren, Zombies, Harpyien und weiteren bestätigt. Seitdem verfolgt die Regierung ein Austauschprogramm für Fabelwesen, um diese in die Gesellschaft zu integrieren. Für Kimihito Kurusu, welcher sich als Freiwilliger für das Austauschprogramm gemeldet hat, steht die Welt, wie er sie kennt, plötzlich völlig auf dem Kopf.  Seine neue Mitbewohnerin ist eine Lamia, ein Mädchen, das halb Schlange und halb Frau ist, mit dem Namen Miia, welche sich sofort in ihn verliebt. Überwacht und kontrolliert wird der Interartenaustausch von der Regierungsbeauftragten Mrs. Smith, welche jedoch selbst einen sehr überforderten und gleichzeitig mysteriösen Eindruck macht. Was sie wohl zu verbergen hat? Kimihito versucht Miia direkt so herzlich wie möglich aufzunehmen, wird dabei jedoch immer wieder durch ihre unbeholfenen Art aus der Bahn geworfen. Da Miia ein Mädchen ist und die Fortpflanzung zwischen Menschen und Fabelwesen streng verboten ist, möchte Kimihito ihr natürlich nicht zu nahe kommen, was jedoch leichter gesagt als getan ist. Denn immer wieder kommt es zu Missverständnissen beiderseits, wodurch es immer wieder zu intimen und vor allem aber zu peinlichen Momenten kommt. Da Miia sehr einnehmend ist und ihren “Darling“ ganz für sich alleine will,  Kimihito aber immer nur das Beste für alle will, wird es spannend, als er ein weiteres Monstermädchen aufnimmt, welches in Not geraten ist. Wird Miia sich damit arrangieren können und Kimihito die Verantwortung tragen und das Gesetz einhalten können?

Gefahr!

Einige Zeit ist vergangen und Kimihito hat sich langsam daran gewöhnt, Mädchen in Not aufzunehmen und sich um diese zu kümmern. Auch wenn jede von ihnen Kimihito am liebsten nur für sich hätte und alle versuchen sich gegeneinander auszuspielen, reißen sie sich zusammen, nachdem die Situation gefährlich wird, da Kimihito einen mysteriösen Drohbrief von einem Unbekannten bekommt. So versuchen die Mädchen gemeinsam den Feind aus der Reserve zu locken und ihn dann den Gar auszumachen. Selbst Mrs. Smith trommelt ihr Sondereinsatzkommando aus Fabelwesen zusammen, da Menschen nicht gegen Fabelwesen vorgehen dürfen. Wird es ihnen mit vereinten Kräften gelingen, den Feind aufzuhalten und Kimihito zu beschützen?

Bild und Animationen

Der Anime basiert auf dem gleichnamigen Manga von Okayado, der in 13 Bänden seit 2012 veröffentlicht wird. Dieser wurde vom Animationsstudio Lerche, welches vor allem für das Assassination-Classroom-Franchise bekannt ist, adaptiert. Im japanischen TV und auf der Video-on-Demand-Plattform wurde die erste Staffel mit insgesamt zwölf Folgen von Juli bis September 2015 ausgestrahlt. Hierzulande wurde der Anime erst knappe zwei Jahre später durch den Publisher KAZÈ Anime auf den Markt gebracht.

Optisch ist der Anime sehr hochwertig und ansprechend. Die Bilder sind hell und um die Fabelwesen herum sehr farbenfroh. Die Konturen sind stark und gehen zusammen mit der Farbgebung in die Richtung Pop-Art, was zusammen mit dem Charakterdesign der Fabelwesen sehr überzeugt. Die restlichen Charaktere haben ein eher unauffälliges Design, was den Fokus gezielt auf die Fabelwesen legt. Die Bilder wirken durch die Farben sehr lebendig und die Animationen sind stets flüssig.  Auch in diesem Anime fällt positiv auf, dass die Gesichter bei allen Charakteren immer vollständig gezeichnet werden.

Deutsche Umsetzung und Musik

Die Synchronisation wurde durch das Oxygen Sound Studios in Berlin durchgeführt, wobei Jasmin Arnold die Dialogregie übernahm. Dies war definitiv eine gute Wahl, da die Synchronstimmen sehr gut zu den Charakteren gepasst haben und im Ausdruck stark überzeugen konnten.

Die deutschen Synchronstimmen passen sehr gut auf die einzelnen Charaktere. Besonders gut gefiel mir dabei die Arbeit von Konrad Bösherz, welcher dem Protagonisten Kimihito Kurusu seine Stimme geliehen hat. Die Stimme passte vollkommen zu diesem Charakter. Auch die Stimme von Bettina Kenney, welche der Harpyie Papi ihre Stimme verliehen hat, konnte mich völlig überzeugen, da Sie den kindlichen Charakterzug extrem gut wiedergegeben hat. Man hat hier deutlich gemerkt, wie viel Leidenschaft und Ausdrucksstärke in die Rollen gesteckt wurde. Des Weiteren ist die deutsche Umsetzung lippensynchron, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Ein großes Lob hiermit an die Synchronsprecher, das Studio sowie die Regieleiterin. Wer dennoch kein Freund der deutschen Synchronisation ist, hat auch die Möglichkeit, die auf der Disc enthaltene OmU-Fassung – japanischer Originalton mit deutschem Untertitel – anzusehen.

Sowohl das Opening als auch das Ending sind sehr ansprechend und passend gestaltet. Sie sind lebendig und die Musik passt völlig zum Pop-Art-Stil. Immer wieder wird der Anime durch verschiedene Soundtracks untermalt, welche stets stimmig sind und den Szenen noch mehr Ausdrucksstärke und Tiefe verleihen.

Fazit

Die erste Staffel des Animes Die Monster Mädchen konnte mich komplett überzeugen. Die Bilder sind scharf, knackig und farbenfroh und trotzdem sehr ausgeglichen. Die Soundtracks sind passend und sowohl das Opening als auch das Ending konnten überzeugen, wobei mir das Opening besonders gut gefallen hat. Das Charakterdesign der Monster Mädchen überzeugt und ist gewollt auffälliger als das der anderen Charaktere, um den Fokus auf diese zu richten. Die deutsche Synchronisation ist in diesem Anime besonders gut gelungen, sie ist sehr ausdrucksstark und die Stimmen passen hervorragend zu den einzelnen Charakteren. Die Story ist simpel und die Handlungsstränge sind abwechslungs- und actionreich. Der Anime startet direkt durch und zeigt starken Ecchi-Humor. Die Charaktere sind zwar gewollt sehr naiv, gewinnen aber dennoch im Laufe der Handlung immer mehr an Tiefe. Der Anime Die Monster Mädchen bleibt bis auf einen kurzen Moment durchgehend sehr humorvoll, abwechslungs- und actionreich – und auch sehr anzüglich. Damit wird der Anime seinem Genre vollkommen gerecht und kann fast durchgehend überzeugen. Ich hoffe auf eine zweite Staffel und euch darüber berichten zu können.
Des Weiteren bedanken wir uns bei KAZÉ Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.
Bilder und Trailer:
©2015 OKAYADO/TOKUMA SHOTEN·MONMUSU PARTNERS.
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