Clair Obscur: Expedition 33 Indie Game Awards 2025 Disqualifikation

»Clair Obscur: Expedition 33« auf den Indie Game Awards 2025: Aberkennung von Awards wegen KI-Einsatz

21. Dezember 2025,   
Autor: Erik Schott

Was nach den diesjährigen Game Awards als weiterer Triumph für Sandfall Interactive begann, endete wenige Tage später in einer Kontroverse. Dem Rollenspiel Clair Obscur: Expedition 33 erkannte man nachträglich die erhaltenen Awards der Indie Game Awards 2025 ab.

Erfolg mit abruptem Ende

Bei den Indie Game Awards 2025 am 19. Dezember konnte Clair Obscur: Expedition 33 zunächst gleich doppelt überzeugen. Das Debütprojekt des französischen Studios erhielt sowohl die Auszeichnung „Bestes Erstlingswerk“ als auch das „Spiel des Jahres“. Doch die Freude währte nur kurz. Kaum mehr als zwei Tage später gaben die Veranstalter bekannt, dass sie dem Titel beide Auszeichnungen aberkennen. Auslöser der Disqualifikation waren widersprüchliche Angaben zum Einsatz von KI.

Laut den Ausrichtern, Six One Indie, hatte Sandfall Interactive bei der Einreichung des Spiels bestätigt, dass sie keine generativen KI-Tools während der Entwicklung genutzt hätten. Diese Erklärung ist gleichzeitig auch die Voraussetzung für eine Nominierung, da die Indie Game Awards generative KI klar ablehnen. Am Tag der Preisverleihung räumte Sandfall Interactive jedoch ein, dass KI-Technologien im Produktionsprozess zum Einsatz kamen. Damit hatte Clair Obscur: Expedition 33 gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen.

Clair Obscur: Expedition 33 Indie Game Awards 2025 Disqualifikation

Auf der Website der Indie Game Awards steht bereits das aktualisierte Spiel des Jahres

KI-generierte Assets

In einem späteren Statement konkretisierte Sandfall Interactive den Umfang der KI-Nutzung. Demnach habe ein Teil des Teams frühzeitig mit KI-Tools experimentiert, um temporäre Platzhaltertexturen zu erstellen. Diese seien versehentlich in einer frühen Version des Spiels verblieben. Man habe diese jedoch innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung durch die vorgesehenen handgefertigten Assets ersetzt.

Produzent François Meurisse betonte außerdem, dass das Studio KI nicht zur kreativen Inhaltsgenerierung, sondern lediglich zur Effizienzsteigerung interner Abläufe genutzt habe. Dennoch bestätigten die Veranstalter, dass selbst dieser begrenzte Einsatz ausreiche, um als Regelverstoß zu gelten.

Ein Beispiel für die Platzhaltertexturen lassen sich in diesem Tweet erkennen:

Mit der Disqualifikation ging mittels des Nachrückverfahrens der Preis „Bestes Erstlingswerk“ an das Surival-Horror Sorry We’re Closed. Das Roguelike-Rätselspiel Blue Prince gelte nun offiziell als „Spiel des Jahres“ der Indie Game Awards 2025. Blue Prince sah sich starker Kritik ausgesetzt, da das Spiel angeblich ebenfalls KI-generierte Assets genutzt hätte. Publisher Raw Fury stellte auf Bluesky klar, dass das nicht der Wahrheit entspreche.


Quelle: FAQ von Six One Indie Bilder: © 2024-25 by Sandfell Interactive, Six One Indie 2025

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