Wer in diesem Jahr ein Metroidvania veröffentlichen möchte, hat es schwer. Dennoch hat sich Exploaris: Vermis story zur Aufgabe gemacht, den Sprung aus dem Early Access zu wagen. Ob sich das Spiel nach dem großen Hollow Knight: Silksong für euch lohnt, erfahrt ihr hier. Bastian Budde
ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.
Planet Bruchbude
In Exploaris: Vermis story stürzt ihr als Arisa auf einen unbekannten Planeten ab und versucht nun, euer Raumschiff zu reparieren. Dabei hilft euch ein schnippischer Roboter namens Derk. Doch die einheimischen Kreaturen und die Mysterien, die dieser Planet birgt, machen euch das Entkommen nicht gerade leicht.
Das gesamte Spiel ist handgemalt. Außerdem könnt ihr die Welt nonlinear erkunden. Auf eurer Reise trefft ihr auf die Schienennetze und U-Boote einer vergessenen Zivilisation, mit denen ihr zwischen den Gebieten reisen könnt. Letzteres ist dabei besonders gut umgesetzt.
Alles andere macht jedoch keinen allzu guten Eindruck. Die Musik hat mir nicht gefallen und erschien mir oft auch unpassend. Die Steuerung ist sehr sperrig. Man merkt an jeder Ecke die fehlende Erfahrung der Entwickler. Bei einem Erstlingswerk kann man das sicher noch verzeihen, doch bei einem Vollpreis-Spiel wäre eine poliertere Spielerfahrung schön gewesen.
Fazit
Den Entwicklern von Exploaris: Vermis story merkt man an, dass viel Liebe in das Projekt geflossen ist. Die handgezeichnete Welt muss sehr arbeitsintensiv gewesen sein. Doch ihr Erstlingswerk kann leider noch nicht ganz überzeugen. Ich wünsche dem Team für die Zukunft jedenfalls alles Gute.
Wer nach Hollow Knight: Silksong jedoch einen kleineren Indie-Entwickler unterstützen und mal ein etwas ruhigeres Metroidvania spielen möchte, kann dem Spiel ruhig eine Chance geben.
Bilder: ©ViART Games

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