Review: Utawarerumono Mask of Deception [PlayStation 4]

ACHTUNG: DIESE REVIEW BEINHALTET EINIGE SPOILER ZUM SPIEL. WENN DU DICH NICHT SPOILERN LASSEN WILLST, DANN RATEN WIR DIR DAS SPIEL ERST ZU SPIELEN ODER NUR DAS FAZIT UND DIE BEWERTUNG ZU BEGUTACHTEN. ūüôā

Am 23.05.2017 erschien Utawarerumono: Mask of Deception auch hier in Deutschland, wenn auch nur mit japanischem Originalton und englischem Untertitel. Dennoch durfte ich das Spiel, das exklusiv f√ľr die Playstation 4 erscheint, vorab ausgiebig testen. Melanie Marker

Ein seltsamer Traum 

Zu Beginn des Spieles sehen wir eine Szene, in der wir erfahren, dass ein nicht n√§her definiertes System abst√ľrzt. Genau in diesem Moment erwachen wir aus einer Art Bewusstlosigkeit. Ein M√§dchen erkundigt sich, ob es uns gut geht und erkl√§rt uns, dass wir keine √§u√üerlichen Verletzungen haben. Als sie uns fragt, wer wir seien und woher wir k√§men, m√ľssen wir feststellen, dass wir uns an nichts mehr erinnern, nicht mal an so elementare Informationen.

Kurz darauf werden wir aber wieder bewusstlos. In unserem Traum begegnet uns ein Mädchen, das wir wohl ehemals heiraten wollten. Von ihm erfahren wir, dass wir bald sterben und in eine neue Welt kommen werden.

Erwachen im Schnee

Als wir wieder zu uns kommen, befinden wir uns pl√∂tzlich mitten in einem verschneiten Wald. Verwundert m√ľssen wir feststellen, dass wir keine Schuhe tragen und nur mit einem leichten, knielangen Gewand bekleidet sind. Schon jetzt ist klar, dass wir aus dieser eiskalten Schneelandschaft entkommen m√ľssen. Wir wagen erste Schritte, doch schon nach wenigen Metern werden wir von einer Kr√§he aufgeschreckt. Als wir wieder nach vorne blicken, sind wir starr vor Schreck: Vor uns steht eine riesige, an eine Gottesanbeterin erinnernde Kreatur. In Panik fl√ľchten wir Hals √ľber Kopf und fallen dabei prompt eine Klippe hinunter. Kaum haben wir uns wieder vom Sturz erholt, taucht vor uns eine weitere Kreatur auf, die versucht, uns zu t√∂ten. Doch bevor das eintritt, werden wir von einem Schleimmonster verschlungen. Zu unserem Gl√ľck bekommen wir genau in diesem Moment Hilfe von au√üen: Das M√§dchen, dem wir am Anfang begegnet waren, rettet uns aus dem Magen der Bestie.

Im Zelt des Mädchens

Als wir aufwachen, werden wir ‚Äď nun bereits zum zweiten Mal ‚Äď von dem M√§dchen begr√ľ√üt. Nachdem wir aufgestanden sind, gibt sie uns seltsame Kleidung, die wir nat√ľrlich auf Anhieb falsch anziehen. Wie sollten wir auch ahnen, dass das Kleidungsst√ľck mit dem gro√üen Loch in der Mitte nicht das Oberteil, sondern die Hose ist. In diesem Moment bemerken wir einen felligen Schwanz und greifen instinktiv danach. Wie wir feststellen, ist dies aber der Schwanz des M√§dchens. So w√§re auch das seltsame Loch in der Hose erkl√§rt. Jetzt f√§llt uns auch auf, dass ihre Ohren stark denen von Katzen √§hneln.

Im Gespr√§ch erfahren wir, dass sie Kuon hei√üt. Sie erz√§hlt uns, dass wir im Westen von Kujyri in der Provinz Shichiri sind, doch leider sind uns diese Namen v√∂llig fremd. Da wir nicht ohne Namen weiterreisen k√∂nnen, entscheidet sich Kuon nach einigem √úberlegen f√ľr Haku, was wir nach etwas Protest annehmen.

Die Reise beginnt …

Am n√§chsten Morgen bauen wir zusammen mit Kuon das Lager ab und verstauen alles auf einem Ostrich, ein einem Strau√ü √§hnelndem Tier, das als Reit- und Transporttier dient. Kuon bemerkt, dass uns dieser Anblick fremd ist und erkl√§rt uns, dass diese Tiere hier ‚ÄúSeed‚ÄĚ hei√üen. Nach einiger Zeit begegnen wir unseren ersten Gegnern, humanoide Skorpione, gegen die wir in einem Tutorial k√§mpfen m√ľssen.

Ankunft im Dorf

Im Dorf angekommen begeben wir uns in die Taverne. Wir √ľbergeben der Barkeeperin ein Paket mit Medikamenten und sie gibt uns im Austausch daraufhin ein Zimmer. Auch erhalten wir noch einige andere Aufgaben, die wir erledigen sollen. Nach zwei Tagen, in denen uns Kuon liebevoll von unseren Leiden befreit hat und wir einige Aufgaben f√ľr die Barkeeperin erledigt haben, brechen wir auf, um herauszufinden, wer wir sind, wo wir herkommen und wie wir hierher gekommen sind. Dazu ist noch zu kl√§ren, was es mit dem mysteri√∂sen System auf sich hat und was das f√ľr seltsame Kreaturen sind, die auf uns lauern.

Gameplay

Utawarerumono: Mask of Deception nutzt die Technik der Playstation 4 voll und ganz aus. So werden zum Beispiel die K√§mpfe mit dem Touchpad in der Mitte des Controllers gestartet. Durch Dr√ľcken von Optionen kommen wir ins Men√ľ, in dem wir jederzeit speichern k√∂nnen und in K√§mpfen weitere Aktionen t√§tigen k√∂nnen. Die K√§mpfe sind rundenbasiert, so haben wir immer genug zeit uns eine Strategie zurecht zu legen. Manchmal ist es besser nicht zu k√§mpfen, sondern Gegner in eine Falle zu locken. Alles in allem ist das Kampfsystem einfach gehalten. Leider kann man sich nur w√§hrend der K√§mpfe bewegen oder durch W√§hlen von Bildern bestimmen, wohin wir gehen wollen, was eigentlich nur ein Abarbeiten der verschiedenen Orte ist, denn egal welche Situation wir w√§hlen, m√ľssen wir die anderen dennoch w√§hlen. Was meiner Meinung nach sehr den Spielspa√ü mindert sind die ellenlangen Texte. ¬†Ich habe ca. 2 stunden bis zum ersten Kampf ben√∂tigt, diese Zeit ist nat√ľrlich abh√§ngig von eurer Lesegeschwindigkeit und eurem √úbersetzungsgeschick. ¬†

Darstellung

Leider gibt es in Utawarerumono: Mask of Deception nur wenig bewegte Szenen. Trotzdem sind die Hintergr√ľnde, welche sich leider zum Teil immer wieder wiederholen, genau wie Charaktere wundersch√∂n gezeichnet. Besonders die Monster sind gut gelungen. Besonders loben muss ich die Musik, ich habe mich immer gut unterhalten gefunden, sie passte immer zur Situation und unterstrich die verschiedenen Situationen sehr gut. Was die Sprachausgabe und den Untertitel angeht, muss ich sagen, dass der Text einen zum Teil erschl√§gt, da egal, was gesagt wird, auch wenn es nur ein Hatschi ist, es im Untertitel zu sehen ist. Oft gab es dadurch aber Situationen, in denen ich √ľber den Untertitel lachen musste, so wurde aus Hatschi zum Beispiel HA-CHOO.

 

Fazit

Utawarerumono: Mask of Deception ist besonders geeignet f√ľr Leute, die besonderen Wert auf die Story legen. Au√üerdem sollte man der englischen Sprache m√§chtig sein, um auch alles gut zu verstehen. Wer mit diesen Punkten leben kann, wird mit dem Spiel sehr viel Spa√ü haben, auch, um sich durch die tolle Musik in die Welt von Utawarerumono ziehen zu lassen und um die tollen Grafiken zu genie√üen, die uns in diesem Spiel immer wieder beeindrucken. Leider kommen f√ľr mich die K√§mpfe im Spiel viel zu kurz, zu Anfang hatte ich bei einer Spielzeit von 4 Stunden nur 2 K√§mpfe, was meinen Spa√üfaktor sehr minderte. Leider konnten mich weder die Unterhaltungen, noch die K√§mpfe oder das Bild √ľberzeugen, da es viele Schw√§chen gezeigt hat.

Des Weiteren bedanken wir uns bei Koch Media f√ľr die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:
© Deep Silver, a division of Koch Media GmbH, Austria

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