Review: Toukiden 2 [PlayStation 4]

Am 24. März erschien ein von Fans bereits lang ersehnter Titel: Toukiden 2. Das Entwicklerstudio Omega Force, unterstützt durch Tecmo Koei Holdings, setzte das Spiel sowohl für die aktuellen Plattformen – PC und PlayStation 4 – als auch für vorhergegangene Generationen – wie die PlayStation 3 und die Playstation Vita – um. Für euch durfte ich die PS4-Version in Originalsprache mit englischen Untertitel erproben. Melanie Marker

Die erste Hürde

Schon zu Beginn des Spiels werden wir vor ungeahnte Herausforderungen gestellt: Nicht nur können wir den Körperbau, das Gesicht und Accessoires nach Belieben auswählen, sondern wir können auch aus einem reichen Angebot an Waffen unsere Anfangswahl treffen, dennoch kann man diese Wahl im weiteren Verlauf nochmals überdenken und seine Waffe wechseln.

Die Dämonen greifen unsere Welt an!

Nachdem wir uns nun zum eigentlichen Spiel vorgekämpft haben, finden wir uns in der Stadt Yokohama wieder. Wie wir erfahren müssen, wird nicht nur unsere Stadt, nein die ganze Welt von wunderlichen Dämonen namens Oni angegriffen. Direkt beginnt ein Tutorial, das uns mit der Steuerung vertraut macht. Im Anschluss folgt die wenig Mut machende Ansprache unseres Generals, er teilt uns mit, dass es unsere Aufgabe sei, diese Stadt zu verteidigen – unter Einsatz unseres Lebens.

Der Kampf gegen die Dämonen beginnt.

Doch soweit kommt es zunächst erst gar nicht: Noch bevor der General seine Ansprache beenden kann, wird die Truppe von einem dämonischen Drachenbiest angegriffen, dem wir nur durch Zufall entkommen: Ein Raum-Zeit-Strudel tut sich auf und zieht uns in eine andere Dimension.

Nachdem wir wieder erwacht sind, befinden wir uns in einer uns zunächst unbekannten kleinen Stadt. Fast direkt neben uns finden wir ein Feuer, das dem Speichern dient, sowie einen Brief, der unsere erste Aufgabe enthält: Wir sollen uns zum Forschungslabor der Doktorin aufmachen. Kurz nachdem wir das Haus verlassen haben finden wir einen Dorfbewohner, der uns grob über das Geschehene aufklärt: Wir befinden uns weit entfernt von Yokohoma, das Dorf, in dem wir gerade verweilen, heißt Mahoroba. Weitere Informationen erhalten wir von der Doktorin: Vor zehn Jahren wurde Yokohama von den Oni und damit zugleich von Finsternis eingenommen. Die gesamte Bevölkerung musste fliehen.

Doch so interessant die Ausführungen auch sind, müssen wir uns leider dringlicheren Aufgaben widmen: Die Alarmglocken läuten. Schnell erklärt uns die Doktorin wie wir mit einer neuartigen Waffe, der sogenannten Dämonenhand, umzugehen haben. Nach und nach finden wir heraus, dass wir uns im Kampf zweier zunächst unbekannter Parteien befinden. Doch wissen wir nicht, wie wir eigentlich hierher gekommen sind oder was in den letzten zehn Jahren alles passierte …

Gameplay

Die Steuerung an sich ist recht einfach gehalten: Die Tastenbelegung ist einem RPG-Veteran bestens bekannt. Erfreulicherweise lässt sich der Charakter genau und flüssig steuern, sodass auch Anfänger sich leicht in das Spiel einfinden. Die Bosskämpfe sind allerdings ziemlich schwer und oftmals unberechenbar.

Sowohl die zahlreichen Dialoge wie auch die überaus große Auswahl und Waffen und anderer Ausrüstung haben gute wie schlechte Seiten: Zum einen wird das Spiel länger und erfahrene Spieler können sich einer großen Auswahl erfreuen, auf der anderen Seite wirkt das Spiel dadurch gestreckt und Anfänger können leicht überfordert sein.

Grafik und Musik

Die Grafik ist nicht mehr zeitgemäß. Leider muss ich zu diesem deutlichen Schluss kommen, aber die niedrige Auflösung, die starken Treppeneffekte und die niedrigen Details – das Gras ist zum Beispiel in der Textur des Bodens eingearbeitet, sieht also wie aufgemalt aus – lassen keinen anderen Schluss zu.

Anders sieht es mit den Sprechern und der Musik aus: Beide bezeichne ich gerne als sehr gut gelungen, beides wertet das Spiel deutlich auf und sorgt für Spielspaß.

Fazit

Alles in allem finde ich Toukiden 2 eigentlich gelungen – wäre da nicht die Graphik und die Probleme, die ich unter Gameplay nannte. Die Story hätte mich ohne diese unnötigen Streckungen überzeugt.

Wer allerdings seinen Spaß vor allem an den Kämpfen hat, der wird mit dem Spiel zufrieden sein. Hier zahlen sich die zahlreichen Ausrüstungsstücke aus: Der Kampf bedarf durchaus einer gewissen Taktik und auch Nachdenken ist oft von Nöten, denn der Spielstil muss mit der Ausrüstung abgeglichen sein. Wirklich positiv will ich die Musik hervorheben, die alle Szenen – ruhige wie epische – treffsicher untermalte und so richtig Spaß bereitete.

Des Weiteren bedanken wir uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Bilder und Trailer:
© Deep Silver, a division of Koch Media GmbH, Austria
© KOEI TECMO EUROPE LTD

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.