Review: KonoSuba: God’s blessing on this wonderful world! – Volume 3 [Blu-ray]

Selbstverständlich wollen wir nun wissen, wie es weiterhin um unsere Helden Kazuma, Aqua, Megumin und Darkness ergeht. Nachdem das zweite Volume von KonoSuba humorvoll unterhalten konnte, erschien am 24. Januar das dritte Volume mit den letzten drei Episoden der ersten Staffel sowie der OVA God’s Blessings On This Wonderful Choker!. Patrick Snir

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Anhaltende Pechsträhne

Kazuma Satou ist ein leidenschaftlicher Gamer, der sich ausschließlich in seinem abgedunkelten Zimmer aufhält und sich scheut, das Haus zu verlassen. Jedoch ist er eines Tages gezwungen, das Haus zu verlassen, da ein von ihm heiß erwartetes Spiel erschienen ist und er dieses unbedingt vom ersten Tag an spielen möchte. Auf dem Heimweg möchte er ein Mädchen vor einem anfahrenden Traktor retten und stirbt darauf auf die wohl unnötigste Art und Weise selbst.

Doch er wacht wieder auf und findet sich bei einem hübschen Mädchen wieder, das sich selbst als die Göttin Aqua vorstellt – die, aus der Sicht von Kazuma, wohl nervigste aller Göttinnen. Sie stellt ihn vor die Wahl: Entweder er muss sich im Himmel für immer und ewig langweilen. Oder er versucht sich in einer Fantasy-Welt, wo es gilt, den Dämonenkönig zu besiegen. Er entscheidet sich für ein spannendes Abenteuer in einer Fantasy-Welt und schnappt sich Aqua als Wunschwaffe, woraufhin beide in die andere Welt geworfen werden.

Geisterreiche, erotische Nacht

Nachdem man letzten Endes den lästigen Ritter Dullahan besiegt hat und Kazuma nach seinem Tod durch den Wintergeneral von Eris wiederbelebt wurde, wird das Leben für ihn und seiner bizarren Gruppe nicht sonderlich leichter als zuvor. Allerdings kann man bei Kazuma kurzerhand auch von Glück sprechen, als er einen neuen Skill namens „Drain Touch“ erlernt hat, welcher ihm erlaubt, Mana durch Berührung von einer Person zu absorbieren und diese sogar an andere weiterzugeben. Wie er dazu kam? Durch Wiz, einer Lich, die einen kleinen Laden mitten in der Stadt betreibt und als Hüterin der Barriere um das Schloss des Dämonenkönigs zu dessen Dämonengenerälen gehörte. Diese erschreckende Wahrheit gefiel Aqua nicht und wollte beinahe Wiz aus der Welt verbannen. Nichtsdestoweniger ist Kazuma froh um seinen neuen Skill, wovon seine Gruppe noch profitieren kann.

Der Winter steht vor der Tür und die Gruppe sehnt sich nach einem neuen Unterschlupf. So kommt eine neue Quest gerade richtig: Kazuma und seine Freunde müssen eine verlassende Villa voller Geister exorzieren. Gelingt ihnen dies, dürfen sie in die Villa einziehen und dort leben. Doch die Geister sind hartnäckiger und die Quest demnach schwerer als gedacht. Kazuma bestellt sich noch mit dem erotischen Sukkubus-Traum-Service erotische Träume ins Haus und um das Maß zum Überlaufen zu bringen wird die Stadt von einer feindlichen wandelnden Festung namens „Destroyer“ bedroht. Ob das gut endet?

Bild und Animation

Die zehnteilige erste Staffel von KonoSuba: God’s blessing on this wonderful world! wurde im Studio DEEN. unter der Regie von Takaomi Kanasaki animiert und basiert dabei auf der Light-Novel-Reihe Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku o! von Natsume Akatsuki. Die Ausstrahlung erfolgte von Januar bis März 2016 im japanischen TV. Hierzulande sicherte sich das Anime-Label AniMoon Publishing die Lizenz an dem Anime und veröffentlichte das dritte und damit letzte Volume mit den Episoden 8 bis 10 sowie der OVA God’s Blessings On This Wonderful Choker! in der deutschen und japanischen Sprachausgabe als Mediabook-Edition auf DVD und Blu-ray.

In den letzten drei Episoden habe ich genau so viel erwartet, wie in den vorangegangenen Episoden im ersten und zweiten Volume und wurde nicht enttäuscht. Das Bild der Blu-ray-Version kommt mit einem AVC-kodierten 1080p-Transfer in 16:9 daher und glänzt mit bunten, kontrastreichen Farben, die sehr gut mit dem Charakterdesign harmonieren. Auch im vierten Volume gefiel mir das Charakterdesign nicht wirklich, weil für mich keine klaren Konturen zu erkennen sind – sie erscheinen unpassend sowie ungenau und schwammig. Allerdings waren die Animationen erneut flüssig und die Fähigkeiten wurden perfekt auf die einzelnen Charaktere zugeschnitten, sodass die Anime-Adaption insgesamt hervorragend umgesetzt worden ist.

Deutsche Umsetzung und Musik

Für die deutsche Umsetzung beauftragte das Anime-Label AniMoon Publishing die TNT Media GmbH in Berlin. Dabei verfassten sowohl Philip Süß als auch Nicole Schröder das Dialogbuch und man hat einen deutschen Sprechercast von insgesamt zehn Sprechrollen zusammengestellt, welcher weiterhin mit viel Qualität zu überzeugen weiß.

Auch die deutsche Sprachfassung zeigte sich darüber hinaus von ihrer besten Seite und befand sich bis zum Schluss auf einem recht hohen Niveau. Bis zur letzten Episode blieb man bei der Variante, sich eine etwas freiere Fassung des Dialogbuches zu erlauben, was aber weniger problematisch ist, weil unter anderem Konversationen im Deutschen besser zum Ausdruck gebracht wurden. Das einzige Defizit: Die Aussprache von Megumins (Lea Kalbhenn) Magie-Ruf „Explosion“. Wie bereits erwähnt, war ich im generellen vom Sprechercast überzeugt und beispielsweise Daniela Molina (Aqua) und David Turba (Kazuma) haben mit viel Gefühl und Akkuratesse eine überragende, nennenswerte Leistung erbracht. Die in den letzten Episoden neuen Charakteren haben ebenfalls eine exzellente Vertonung erhalten.

Des Weiteren mischt sich die musikalische Untermalung in die Handlung und unterstützt diese auch geschickt. Die Abmischung zwischen den Stimmen und den Effekten sowie der Musik war wieder angenehm, konnte also die Defizite vom zweiten Volume wieder ausbessern.

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Fazit

Viele sind keine Fans des Isekai-Genres, weil diese Anime-Serien meistens keine wirkliche Handlung erzählen und doch nur für Zwischendurch gedacht sind. Dennoch finde ich die erste Staffel von KonoSuba: God’s blessing on this wonderful world! gelungen, weil man eben mit Humoreinlagen den Zuschauer bindet und unterhält, wobei kein Auge trocken bleibt. Aber man darf nicht vertuschen, dass die Handlung sehr schwach ist, meistens in den Hintergrund rückt, und besonders im letzten Volume die Charakterentwicklung eher bescheiden ist.

Mit kontrastreichen sowie zum Teil atmosphärischen Bildern und flüssigen Animationen, die weiter einmal hervorragend umgesetzt wurden, bekommt man das passende Gefühl für eine Fantasy-Serie. Die deutsche Synchronisation hat das hohe Niveau zum dritten Mal gekonnt präsentiert und ist definitiv lobenswert. Somit lässt sich schlussendlich sagen, dass alle, die einen entspannten Abend ohne eine komplizierte und nervenraubende Handlung suchen, mit KonoSuba alles richtig machen und obendrauf Vieles zum Lachen bekommen.

Kurzfazit

Die erste Staffel von KonoSuba ist vielleicht kein Anime mit einer spannenden Handlung, aber definitiv mit einem hohen Unterhaltungswert für zwischendurch.

Bilder: ©2016 Natsume Akatsuki・Kurone Mishima/PUBLISHED BY KADOKAWA/KONOSUBA Partners

Pro

  • schöne Bilder
  • flüssige Animationen
  • gute dt. Synchronisation

Contra

  • schwache Handlung
  • Charakterentwicklung
7.5
10
Story:
Bild und Animation:
Deutsche Umsetzung:
Musik: