Review: Fairy Tail – Box 5 [Blu-ray]

Lange mussten Fans auf das fünfte Volume warten, doch nun geht es endlich weiter mit der beliebten Anime-Serie Fairy Tail. Der 4. Februar 2019 war Stichtag für ein neues Kapitel des heiß begehrten Animes, welcher durch das Anime-Label Kazé Anime vertrieben wird. Das gab natürlich auch mir wieder einmal die Chance, in die Welt der Magier mit ihren verrückten Abenteuern abzutauchen. Und auch dieses Mal werden wir sicher nicht vor Action und gutem Humor verschont bleiben – mal sehen, wie sich das fünfte Volume so schlägt!  John Viktor Schwab

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


S-Rang-Magier!

Es ist Zeit. Zeit sich zu beweisen, um endlich ein S-Rang-Magier zu werden. Auch wie im letzten Jahr ist es wieder die Aufgabe des Gildenoberhaupts Makarov, diejenigen auszuwählen, welche sich in seinen Augen im vorangegangenen Jahr qualifiziert haben an der Aufnahmeprüfung zum S-Rang-Magier für dieses Jahr teilzunehmen. Austragungsort der Prüfungen ist die sagenumwobene Insel Tenro, die für alle Mitglieder von Fairy Tail ein heiliger Ort ist. Heilig ist sie, da hier der erste Gildenanführer begraben wurde. Natsu, Lucy und Gray können es natürlich kaum erwarten, sich zu beweisen und endlich im Rang aufzusteigen; und auch die anderen wollen nicht versagen. Die erste Prüfung findet in verschiedenen Höhlengänge im Inneren der Insel statt. Dabei werden alle Teilnehmer in Zweiergruppen aufgeteilt und müssen gemeinsam ihr Bestes geben, um zu bestehen. Was sie jedoch nicht wissen ist, was sie hinter den Eingängen erwarten wird. Und das wird kein Zuckerschlecken – so viel sei gesagt.

Gefahr!

Nachdem fast alle die erste Prüfung bestanden haben, geht es nun zur zweiten der insgesamt acht Prüfungen. Makarov versammelt alle um sich und teilt den Stand der Dinge mit, wobei er erklärt, was die nächste Prüfung beinhalten wird. Dieses Mal jedoch bekommen alle ein und dieselbe Aufgabe: Sie sollen binnen zwei Stunden die letzte Ruhestätte der ersten Gildenanführerin von Fairy Tail, Mavis, ausfindig machen. Makarov gibt jedoch keine Details preis und verschwindet daraufhin einfach spurlos.

Während sie so umherwandern, treffen Natsu und Happy auf zwei andere Prüflinge und konnten gemeinsam nur knapp den Angriffen eines ihnen unbekannten Magiers entkommen. Das merkwürdige daran ist, dass diese Person Natsu zu kennen scheint – und zwar wirklich gut. Doch so schnell wie er aufgetaucht ist, ist der Angreifer auch wieder verschwunden und lässt die vier mit einem Haufen Fragen zurück. Doch als ob das nicht schon genug wäre, verhält sich plötzlich eines der Gildenmitglieder wirklich merkwürdig und es scheint so, als wäre das gerade erst die Spitze des Eisberges …

Bild und Animationen

Adaptiert wurde der Anime in Zusammenarbeit der Studios Satelight und A-1 Pictures, welche vor allem für diesen Anime, aber auch für Erased: Die Stadt, in der es mich nicht gibt bekannt sind. Der Anime basiert auf dem gleichnamigen Manga, welcher mit insgesamt 63 Bänden vom 23.08.2006 bis zum 26.07.2017 veröffentlicht und von Hiro Mashima verfasst wurde. Im japanischen TV wurde die erste Staffel mit insgesamt 175 Episoden vom 12.10.2009 bis zum 30.03.2013 ausgestrahlt. Hierzulande wurde der Anime erst seit dem 27.08.2017 durch das Anime-Label Kazé Anime auf Blu-ray und DVD auf den Markt gebracht, welches am 4. Februar 2019 das fünfte Volume mit den Episoden 99-124 veröffentlicht hat.

Das fünfte Volume kann mit den vorangegangenen Volumes hinsichtlich des Bildes mithalten, wobei ich jedoch das Gefühl hatte, dass die Qualität beziehungsweise die Auflösung des Bildes teilweise schlechter geworden ist. Im Gegensatz dazu sind die Farben sehr akkurat gesetzt und schaffen eine gute Atmosphäre. Dabei zerstören sie aber keinesfalls das vorangegangene Bild, sondern werten es gekonnt weiter auf und ergänzen es. Charakterdesign, Animationen und der Fairy-Tail-Flair bleiben dabei natürlich erhalten. Eine wirklich schöne und wertige Arbeit, die zu überzeugen weiß.

Deutsche Umsetzung und Musik

Wie zuvor auch wurde die deutsche Synchronisation durch das Oxygen Sound Studio in Berlin durchgeführt, wobei René Dawn-Claude die Dialogregie führte. Und auch wie schon im letzten Review möchte ich noch einmal anmerken, dass hier wirklich viele Synchronsprecher eingesetzt wurden, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Doch trotz alldem kann die deutsche Synchronisation mich aus verschiedenen Gründen immer noch nicht überzeugen.

Zum einen passen die Synchronstimmen wie zuvor auch nicht wirklich zu den Charakteren und darüber hinaus können die meisten Sprecher den japanischen Elan einfach nicht gut umsetzten. Das beste Beispiel hierfür ist Happy, die fliegende blaue Katze, gesprochen von Charlotte Uhlig. Im japanischen hat Happy so viel Ausdruck und Elan, was sie auch wirklich braucht. Doch in der deutschen Synchronisation geht dies leider völlig unter. Natürlich ist es nie einfach, die japanische Ausdruckskraft im deutschen umzusetzen, doch gibt es leider viele andere Animes, denen das weitaus besser gelingt. Ein weiteres Beispiel wäre der Panther Lily, welcher von Torsten Münchow vertont wurde. Im japanischen hat dieser Panther auch eine wirklich sehr tiefe Stimme, diese jedoch mit der Stimme des Synchronsprechers für Brendan Fraser zu vertonen finde ich eine überaus unpassende Idee, zumal es leider auch hier nicht gelingt, den Ausdruck vernünftig zu vermitteln. Dennoch ist dies hier nur meine persönliche Meinung und es steht jedem frei, sein eigenes Urteil zu fällen. Ebenso steht auch jedem, der sich nicht für die deutsche Synchronisation entscheidet, die japanische Originalfassung mit deutschem Untertitel zur Verfügung.

Was jedoch wirklich überzeugen konnte war das großartige Opening. Es macht direkt gute Laune, klingt sehr hochwertig und lässt einen sofort in die Welt von Fairy Tail abtauchen. Auch das erste Ending sowie das zweite Opening und Ending können überzeugen, aber kommen bei weitem nicht an das erste Opening heran. Ebenfalls noch besser als in den vorherigen Volumes ist die musikalische Begleitung beziehungsweise Untermalung gelungen. Sie schafft es auf wundervolle Art und Weise, gerade in Schlüsselszenen, den Zuschauer zu fesseln und mit vielen Emotionen miteinzubeziehen. An dieser Stelle gibt es wirklich nichts zu meckern.

Fazit

Auch wenn sich das fünfte Volume am Anfang erst wieder etwas einfinden musste, konnte es schon nach kurzer Zeit wieder zu seinen Wurzeln zurückfinden und dann richtig Gas geben. Wie oben schon beschrieben, konnte mich die deutsche Synchronisation, wie auch in den letzten Volumes, nicht überzeugen. Abgesehen davon und mit der Unterstützung der enthaltenen Originalvertonung gelang, es dem Anime jedoch in kürzester Zeit, mein Herz höher schlagen zu lassen und mit viel Emotion zu überzeugen. Das dieses Mal überaus grandiose Zusammenspiel von Bild und Musik vermochte auf ganzer Linie zu überzeugen und schaffte eine unglaublich packende Atmosphäre. Charaktereigenschaften wurden weiter ausgebaut und auch die Story kam nach einem etwas verzögertem Start wieder gut in Fahrt. Ein wirklich gelungenes fünftes Volume, das vor allem mit seiner Musik im Zusammenspiel mit dem überragenden Bild und den charmanten Charakteren wirklich überzeugen kann. Und auch die Episoden wirken dieses Mal nicht zu lang, da sie wesentlich spannender und sinnvoller aufgeteilt wurden. Einzig etwas schade ist die Qualität des Bildes, welche in diesem Volume meines Erachtens weitaus schlechter war als in den letzten.

Kurzfazit

Besser als Volume 3 und 4 ist Volume 5; und das nicht nur, weil es das nächste Volume ist und es endlich weitergeht, sondern auch, weil es etwas ändert und vieles besser macht. Definitiv eine Empfehlung für alle Fairy-Tail-Fans!

Bilder: ©Hiro Mashima・KODANSHA/Fairy Tail Guild・TV TOKYO. All Rights Reserved.

Pro

  • Story
  • Bild und Animation
  • musikalische Untermalung

Contra

  • schleppender Anfang
  • verbesserungswürdige Synchronisation
9.0
10
Story:
Bild und Animation:
Deutsche Umsetzung:
Musik: