Review: Calamity of a Zombie Girl [Blu-ray]

Am 19. März 2020 erschien der Anime Calamitiy of a Zombie Girl (jap. Aru Zombie Shoujo no Sainan) auf DVD und Blu-ray. Ermöglicht wurde das Ganze durch KSM Anime. Der Horror-Anime zeigt hier eine Geschichte des Adels, des ewigen Lebens und einer Gruppe Jugendlicher, die diesem Geheimnis auf die Spur kommen. John Viktor Schwab

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Diebstahl bleibt nicht ungesühnt

Es ist spät am Abend und ein Sommertag an der Uni neigt sich dem Ende zu, doch es ist ungewöhnlich still auf dem Campus. Genau zu dieser Zeit, wo sonst niemand Studenten auf dem Gelände erwarten würde, macht sich der Club für okkulte Forschung auf, in das Gebäude einzubrechen. Sayaka, Masahiro, Yui, Noriko und Hiroshi sind zusammen einem Schatz auf der Spur, der angeblich im Universitätsgebäude gelagert sein soll.

Kaum sind sie eingebrochen und dem Hausmeister gerade so aus den Augen entflohen, soll sie die Suche jedoch enttäuschen. Bei der Durchsuchung des ganzen Lagers entdecken sie nichts. Die einzige, die zufrieden zu sein scheint, ist Sayaka, die zwei Mumien wohl wissend einen roten Stein entwendet. Zeit, um sich jetzt Gedanken zu machen, bleibt nicht, denn sie müssen das Gebäude verlassen, bevor jemand Verdacht schöpft.

Im Studienheim angekommen, verläuft alles nach Plan, bis Hiroshi plötzlich den Hausmeister mit einer Begleitung vor sich stehen hat und alles herausposaunt. Schon bald wird ihm bewusst werden, dass dies nicht seine beste Idee war.

Bild und Animation

Die dreiteilige Mini-Serie entstand unter der Kooperation des Studio Gonzo K.K und Stingray. Bekannt ist das Studio für Werke wie Full Metal Panic! oder Welcome to the N.H.K., wobei das Studio Stingray bisher weniger bekannt ist. Calamitiy of a Zombie Girl basiert auf der gleichnamigen Light Novel von Ryō Ikehata, die seit November 2012 mit bisher zwei Episoden veröffentlicht wurde. 

Der Film präsentiert sich mit einem Charakterdesign, das von Weiten mittelmäßig wirkt und nur vom Nahen ansehnlich ist. Die Farbgebung ist gräulich und dunkel, wie bei alten Horror-Animes und die Kameraführung ähnelt denen aus Videospielen. Dennoch wirkt das Bild im Gesamten zu hell und freundlich und schafft es dadurch nicht, das richtige Feeling aufkommen zu lassen, was nicht zuletzt auch damit zusammenhängt, dass es außer den Charakteren nicht viele Elemente im Bild gibt und jedes Setting sehr leer ist. Alles wirkt sehr unbeweglich und verklemmt. Am Ende konnte mich das Bild weder fesseln, noch in sonst einer Art wirklich bei mir punkten.

Deutsche Umsetzung und Musik

Ebenso wie das Bild konnte mich auch die deutsche Vertonung nur wenig begeistern. Die Synchronisation wurde hier an das Synchronstudio GlobaLoc in Berlin übergeben, wobei Marco Rosenberg die Dialogregie führte.

Leider konnte mich die Synchronisation überhaupt nicht überzeugen. Anfangs gab es zwar gute und schlagfertige Dialoge, die jedoch im Laufe des Animes immer mehr abgeebbt haben. Auch der Elan, der am Anfang etwas mehr gezeigt wurde, war am Ende nur noch ein Schatten seiner selbst, was wahrscheinlich auch daran lag, dass die Szenen immer zusammenhangloser wurden und kaum noch Dialoge geführt wurden, sondern viele Passagen einfach still waren. Auch im Japanischen ändert sich daran leider nicht viel, da dort natürlich ebenso wenige Dialoge vorhanden sind, wodurch ich auch die auf der Disc enthaltene OmU-Fassung leider nicht als Alternative anbieten kann.

Die Musikalischen Einsätze hingegen waren soweit ziemlich passend und im Großen und Ganzen in Ordnung, erbrachten hier jedoch auch keine Meisterleistung, die die Synchronisation und Handlung hätte unterstützen können. Somit wurde das Erlebnis noch einmal mehr abgeschwächt.

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Fazit

Als ich mit Calamitiy of a Zombie Girl begonnen habe, bin ich nicht davon ausgegangen, dass der Anime so ein schlechtes Bild bei mir hinterlassen würde. Das grundlegende Problem betrifft die Handlung und die Dialoge. Von beiden Elementen gab es viel zu wenig und die Story als auch die Dialoge waren durcheinander und zusammenhangslos. Nachdem bereits die Story, die Dialoge und die damit zusammenhängende Synchronisation in beiden Sprachen nicht überzeugen konnten, schaffte es auch das Bild nicht, ein gewisses Gerüst der Sicherheit zu erschaffen. Die Animationen waren sehr stumpf, es gab kaum Bewegung, kaum Elemente, die die Räume füllen konnten und es kam nicht ansatzweise ein Hauch von Horror-Feeling auf, da das Bild schlichtweg zu hell und glatt poliert wirkte.

Ebenfalls störend empfand ich die daraus resultierenden Kampfszenen. Diese waren nur auf zusammenhanglose rohe Gewalt aus und selbst dabei fehlte es an Dynamik und Action. Am Ende fand man noch einmal für einen Augenblick zu einer Story zurück, aber das konnte den Anime nicht davor bewahren, für mich ein Flop gewesen zu sein. Persönlich rate ich von diesem Anime ab und muss zudem leider sagen, dass damit KSM Anime ein Fehlgriff gelang. 

Kurzfazit

Keine Story, keine Dialoge, zusammengewürfelte Szenen und schlechte Bilder – Calamitiy of a Zombie Girl ist leider in jeglicher Hinsicht durchgefallen und für mich nicht empfehlenswert.

Bilder: ©2020 Koch Films GmbH

Pro

Contra

  • schlechte Dialoge
  • leeres und starres Bild
  • wirre Story mit zu viel roher Gewalt
5.5
10
Story:
Bild und Animation:
Deutsche Umsetzung:
Musik: