Seit dem 16. Oktober 2025 ist Sunken Engine auf Steam im Early Access erhältlich. Der Indie-Simulator aus dem Hause PlayWay verspricht eine düstere Wendung. Was ich bisher von dem Spiel halte, erfahrt ihr hier. Bastian Budde
ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem Review reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.
Geerbter Alptraum
Nach dem Tod eures Vaters erbt ihr seine Schiffswerft. Gibt es etwas Besseres, als ein neues Leben auf einer euch unbekannten Insel zu beginnen und dort Schiffe zu reparieren? Zumindest uns kommt dabei nichts Besseres in den Sinn. Genau das tun wir letzten Endes und bringen die heruntergekommene Werft auf Vordermann.
Doch diese Insel birgt einige Geheimnisse. Spätestens, nachdem uns der Postbote das Necronomicon aushändigt, wird uns das klar. Wir erfahren, dass bereits unser Vater von übernatürlichen Gestalten geplagt wurde, die stark von den Werken H. P. Lovecrafts inspiriert sind. Ist er vielleicht sogar noch am Leben?
Eine endgültige Auflösung gibt es allerdings noch nicht. Der Early Access umfasst nämlich nur das erste von drei Kapiteln. Bis zum vollständigen Spiel sollen noch etwa sechs Monate vergehen.
Bisher ist die Geschichte nach spätestens vier Stunden für euch erledigt. Wer dann noch etwas Geld verdienen möchte, um sich die letzten Upgrades leisten zu können, muss noch einmal ein paar Stunden einrechnen. Danach heißt es jedoch erst einmal warten.
Ein-Mann-Armee
In eurer Werft nehmt ihr Aufträge an, um Schiffe wieder flott zu machen. Diese legen dann in eurem Dock an. Hier müsst ihr verschiedene Aufgaben übernehmen, zum Beispiel Müll beseitigen, Oberflächen reinigen und Instrumente reparieren. Wenn ihr Lizenzen kauft, könnt ihr mit der Zeit auch größere Schiffe und weitere Aufgabengebiete freischalten.
Doch ihr könnt nicht nur durch die Aufträge Geld verdienen. Ihr sammelt auch allerlei Dinge, die ihr in eurem Laden verkaufen könnt. Ihr könnt beispielsweise Muscheln verkaufen, die ihr vom Schiff entfernt habt, oder Gegenstände, die ihr aus den Schränken der Kunden gestohlen habt. Auch durch das Angeln am Steg könnt ihr Geld verdienen.
Der gruselige Twist hängt natürlich mit dem Necronomicon zusammen. Während eurer Arbeit geschehen immer wieder gruselige Dinge um euch herum. Dadurch verschlechtert sich mit der Zeit euer mentaler Zustand. Mit eurer Pfeife könnt ihr die Panik über den Tag hinweg in Schach halten. Alternativ könnt ihr abends in die Bar gehen und etwas Alkohol trinken. Sollte euer mentaler Zustand jedoch außer Kontrolle geraten, fallt ihr in Ohnmacht und euer Tag ist vorbei.
Die Atmosphäre ist dabei angenehm düster, jedoch nie wirklich beängstigend. Einige Zufallsereignisse sind stimmig, ein paar wenige sind jedoch billige Jumpscares, die mich beim Spielen eher gestört haben.
Fazit
Selbst für einen Early Access ist Sunken Engine noch recht kurz. Wer die volle Erfahrung möchte, wartet hier lieber noch ein paar Monate länger. Dennoch bringt das Spiel erfrischende und abwechslungsreiche Mechaniken in das Simulationsgenre.
Bilder: ©Two Nomads Studio

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