Preview: Fruits Basket: The Final Season

Seit Generationen sind die Somas von einem Fluch besessen, der einzelne Mitglieder der Familie in Tiere des chinesischen Tierkreiszeichens verwandeln lässt. Doch in der finalen Staffel von Fruits Basket scheint das Ende des Fluches zum Greifen nahe. Aber so heißt es leider auch, bald Abschied von Tohru, Kyo, Yuki und den anderen Somas nehmen zu müssen… Lisa Murauer

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem PReview reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Dem Ende so nah

Ein scheinbar undurchdringliches Band fesselte die von den Tierkreiszeichen besessenen Mitglieder der Familie Soma und eine weitere Person, die als eine Art Gottheit über die anderen verfügt und fest in ihrer Gewalt hat, aneinander. Wie sehr alle unter dem Fluch leiden, ist Tohru mittlerweile selbst als Außenstehende mehr als bewusst geworden. Nachdem sie das Geheimnis von Akito, der momentanen „Gottheit”, erfahren hat, erkennt Tohru wie sehr auch Akito leiden muss. Tohru ist klar, sie muss den Fluch unter allen Umständen brechen und dem Ganzen ein Ende setzen. Und es scheint nicht mehr alles hoffnungslos: Einem Mitglied der Familie ist es geglückt, dem Fluch irgendwie zu entkommen.

Doch leider weiß Tohru trotzdem nicht, wie genau das geglückt ist. Ob es Tohru trotzdem gelingen wird, den Fluch endgültig zu brechen? Wenn sie sich jedoch nicht beeilt, könnte sie gerade die Person verlieren, die ihr am wichtigsten ist. Neben all dem Übernatürlichen gilt es zusätzlich, eine Abschlussfeier der höheren Schulstufe zu planen. Während Tohru und Kyo sich hier mit Dieben herumschlagen müssen, welche die Dekoration gestohlen haben, kommen sich Yuki und Machi im Schülerrat näher. Machi hat jedoch sowohl in der Schule wie auch Zuhause mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Kann Yuki ihr helfen?

Bild und Animation

Fruits Basket von der Autorin Natsuki Takaya zählt zu den erfolgreichsten Manga-Serien des Shōjo-Genres und wurde in Japan von 1998 bis 2006 publiziert. Auf Deutsch wurden alle 23 Bände von Carlsen Manga veröffentlicht. Eine Fortsetzung mit dem Titel Fruits Basket Another wird seit 2015 herausgegeben. Bei dem gleichnamigen Anime aus dem Studio TMS Entertainment und 8PAN handelt es sich bereits um die zweite Adaption, allerdings um die erste, welche den gesamten Manga umsetzt. Die erste Staffel startete 2019, 2020 folgte die zweite Season und seit dem 6. April 2021 wird die dritte und finale Staffel in Japan ausgestrahlt. Die Regie führt weiterhin Yoshihide Ibata. Hierzulande streamt Wakanim Fruits Basket: The Final Season im Simulcast. Jeden Montag um 19:30 erscheint jeweils die neueste Folge. Die genaue Episodenanzahl ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch unbekannt.

Die Animation kann von vorne bis hinten überzeugen. Die Farben sind lebendig, die Lichtstimmungen atmosphärisch und die Bewegungen flüssig. Kurz gesagt, hier ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Zusätzlich harmoniert das Charakterdesign von Masaru Shindō wunderbar mit den Hintergründen. Das Einzige, was es in dieser Hinsicht zu beanstanden gibt, ist, dass das Figurendesign insbesondere hinsichtlich der Gesichtszüge nicht sonderlich distinktiv ist. Obwohl sich die Charaktere aber in dieser Hinsicht recht ähnlich sehen, heben sie sich anderweitig doch voneinander ab, sodass man den Überblick nicht verliert.

Synchronisation und Musik

Fruits Basket: The Final Season läuft zurzeit in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln und somit werde ich nur die japanische Synchronisation beurteilen. Die Sprecher passen nach wie vor wunderbar zu den Charakteren. Egal ob es sich um eine Haupt- oder Nebenfigur handelt, es ist klar zu hören, dass sich alle Charaktere im Vergleich zu den vorherigen Seasons weiterentwickelt haben. Die Neuzugänge wurden ebenso gut besetzt.

Der Soundtrack wurde erneut von Masaru Yokoyama komponiert. Er ist nie aufdringlich, jedoch effektiv und vermag es, die Emotionen zu verstärken. Die Musik des Openings (Pleasure von WARP’s UP) an sich ist aus meiner Sicht zwar nicht sonderlich ansprechend, allerdings sind Ton und Bild großartig aufeinander abgestimmt, sodass das Opening an sich als überaus gelungen zu bezeichnen ist.

Das Ending (Haru Urara von Genic) besteht nur aus Standbildern, ist aber dadurch nicht weniger reizvoll, vor allem da die Bilder von der Manga-Autorin selbst gezeichnet wurden. Die Stimmung an sich verstärkt noch einmal das Gefühl, dass die Geschichte langsam zu Ende geht und hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack. Es muss allerdings erwähnt werden, dass beide Sequenzen ziemlich viel spoilern.

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Fazit

Fruits Basket ist bekannt für große Gefühle und daran ändert sich nichts. Schon seit der ersten Episode werden ernste Themen aufgegriffen, dies allerdings mit einem guten Maß an Sensibilität. Dabei wechseln sich dramatische und heitere Momente ab und ergeben die perfekte Mischung aus Melancholie und Freude. Gerade bei den ersten drei Episoden überwiegen jedoch die emotionalen und es sind mit die düstersten der gesamten Serie. Trotz allem kommt der Humor nicht zu kurz und dieser ist gut eingearbeitet, sodass er weder fehlplatziert wirkt noch die Stimmung zerstört.

Musik und Animation sind komplett gelungen. Bild und Ton spielen hervorragend zusammen und was den Soundtrack betrifft, geht insbesondere das Ending schnell ins Ohr. Doch so schön Opening und Ending anzusehen und -hören sind, wird hier an Spoilern nicht gespart. Wer also die Spannung komplett bewahren möchte, sollte nicht zu genau hinschauen.


Fruits Basket: The Final Season setzt direkt an den Geschehnissen der zweiten Staffel an und bleibt den Grundthemen der Serie treu. Obwohl es sehr viele Charaktere gibt, wird ihnen allen genug Raum gegeben, um sich zu entwickeln und Tiefe zu bekommen. Und so fällt selbst der Abschied von so manch einer Nebenfigur nicht leicht. Dies ist nicht zuletzt auch der Leistung der japanischen Sprecher geschuldet. Dank ihnen bleibt wirklich jede und jeder im Gedächtnis. Alle Figuren haben mit ihren Problemen zu kämpfen und man muss einfach mit ihnen mitfiebern. Der Schluss der jeweiligen Folge lässt einen ungeduldig auf die nächste Ausstrahlung warten; ich bin jedenfalls gespannt, wie der Anime zu seinem Abschluss findet. Gleichzeitig ist es etwas traurig, dass es allmählich zu Ende geht. Bis dahin werden aber noch viele Tränen fließen, sowohl innerhalb wie außerhalb des Bildschirms.

Kurzfazit

Langsam aber sicher steuert die Geschichte rund um Tohru und die Somas auf ihr Ende zu. Doch davor bietet Fruits Basket: The Final Season wieder eine Achterbahnfahrt der Gefühle und lässt im besten Sinne kein Auge trocken.

Bilder: © NATSUKI TAKAYA.HAKUSENSHA/FRUITS BASKET PROJECT

Pro

  • berührende Story
  • gut ausgearbeitete Charaktere
  • schöne Animation
  • passend gesetzter Humor

Contra

  • sowohl OP als auch ED enthalten Spoiler
vorläufige
Bewertung: