Preview: Diary of our Days at the Breakwater

In Diary of our Days at the Breakwater begleiten wir die junge Hina bei ihrem Umzug von der Großstadt auf das Land und lernen ihre neue Heimat, eine kleine Küstenstadt, besser kennen und lieben. Der Anime startete in Japan sowie in Deutschland ab dem 7. April 2020. Hierzulande zeigt der Streaming-Anbieter Wakanim den Anime in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln im Simulcast. Aufgrund der aktuellen Situation wurde jedoch die weitere Produktion nach den ersten drei Episoden vorerst eingestellt. John Viktor Schwab

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem PReview reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Fisch? Nein danke!

Es ist ihr erster Tag an der Küstenstadt. Hina Tsurugi ist gerade mit ihren Eltern von der Großstadt hergezogen. Es ist eine kleine, eher ländliche Gegend, in der ihr Vater früher aufgewachsen ist. Hina ist zwar eher ein Stadtkind, aber dennoch ist ihr Erkundungsdrang riesengroß. So macht sie sich am ersten Tag auf, um die Gegend zu erkunden und trifft bei ihrem Spaziergang am Deich zufällig auf eine künftige Mitschülerin, Yuuki Kuroiwa. Den Namen wird sich Hina noch Langezeit merken, denn als sie sich in größter Not befindet, erpresst Yuuki sie ganz frech. Yuuki ist eines der wenigen Mitglieder des Deich-Clubs und möchte, dass Hina diesem beitritt. Es gibt nur ein Problem: Hina hat Angst vor allen Arten von Lebewesen sowie Meeresbewohnern und darüber hinaus absolut kein Interesse an einem Angelverein, weil sie eigentlich ihre Fähigkeiten in der Handarbeit weiter ausbauen wollte. Doch ihr bleibt erstmal keine andere Wahl, um aus der Misere zu entkommen.

An ihrem ersten Schultag ist es soweit: Hina möchte all ihren Mut zusammennehmen und klarstellen, dass sie diesem Club nicht beitreten möchte. Am Clubhaus angekommen trifft sie auf Natsumi Hodaka, eine alte Freundin aus der Kindheit, und erfährt zudem, dass der Club ohne Hinas Beitritt aufgelöst wird. Als mit Makoto Oono alle Mitglieder versammelt sind, verkündet sie Ihre Entscheidung. Allerdings lässt sie sich von Makoto überreden dem ganzen erst einmal eine Chance zu geben. Aufgrund dessen muss Hina möglicherweise nur lernen, die Fischerin in sich zu finden und sich einem brandneuen Hobby zu widmen. Das Ergebnis ist, auch wenn Hina damit nie gerechnet hätte, der Spaß mit neuen Freunden! 

Bild und Animation

Diary of our Days at the Breakwater basiert auf dem gleichnamigen Manga von Yasuyuki Kosaka, welcher seit Februar 2017 in Japan veröffentlicht wird und bislang fünf Bände umfasst. Produziert wird die Anime-Serie derzeit im Studio Doga Kobo, das vor allem für den Anime Plastic Memories bekannt ist. Die Regie übernimmt dabei Takaharu Okuma, wobei Katsuhiro Kumagai für das Charakterdesign zuständig ist. Die Serie seit dem 7. April 2020 im japanischen TV ausgestrahlt und seither bei Wakanim im Simulcast gezeigt. Nach den ersten drei Episoden wurde die Produktion aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation zum Schutz aller auf unbestimmte Zeit pausiert.

Das Bild des Animes braucht ein wenig, um einen guten Eindruck zu erwecken. In den ersten beiden Episoden hatte ich immer das Gefühl, das hin und wieder etwas noch nicht ganz passt. Anfangs war es das Charakterdesign des Hauptcharakters, welches etwas alleinstehend wirkte, und daraufhin die Farben, welche etwas zu stumpf gehalten wurden. Spätestens ab der dritten Episode wirkt das Bild fast durchgehend harmonisch. Teilweise gibt es kleine Elemente, die besser hätten umgesetzt werden können; aber im Großen und Ganzen vermochte das Bild ab dieser Episode ein Setting zu schaffen, in dem man sich verlieren kann. Hier kommen dann schöne Reflexionen der Sonne mit einer idyllischen Landschaft in Berührung und erschaffen ein wärmendes und einladendes Bild. 

Synchronisation und Musik

Da der Anime hierzulande momentan nur in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln zur Verfügung steht, werde ich auch nur anhand dessen eine Bewertung vornehmen. Wie auch beim Bild, zeigte sich hier ein ähnliches Phänomen: Die Synchronsprecher benötigen eine gewisse Zeit, um zueinander zu finden und anschließend überzeugen zu können. Im Laufe der Episoden jedoch wuchsen die Charaktere durch die ebenfalls besser werdende Synchronisation immer mehr zusammen und konnten schließlich in der dritten Episode, gemeinsam mit der schon von Anfang an hervorragenden musikalischen Untermalung, eine Geschichte erzählen, in die man förmlich hineingezogen wird.

Besonders hervorheben möchte in puncto Musik das Opening, welches einen großartigen Song präsentiert und zum anderen perfekt in Szene gesetzt wird. Des Weiteren möchte ich ein Lob an die Synchronsprecherin von Yuuki Kuroiwa (Yū Sasahara) aussprechen, die von Anfang an eine solide Arbeit geleistet hat. Bei der Lippensynchronisation sind mir bislang keine Fehler aufgefallen und auch die Vertonung im Allgemeinen zeigte keine Aussetzer.

Fazit

Die ersten drei Episoden von Diary of our Days at the Breakwater zeigen, dass der Anime noch einiges an Potential hat, aber auch gewillt ist dieses auszuschöpfen. Zwar wirkten die ersten zwei Episoden partiell noch etwas unbeholfen, dafür kann die Serie aber spätestens ab der dritten Episode mit einer soliden Synchronisation, einem schönen Bild und hervorragender musikalischer Untermalung strahlen. So zeigen sich schließlich niedliche Charaktere, die Story blüht auf und im Bild möchte man förmlich versinken. Als Fazit ist also zu sagen, dass die ersten Episoden eine Findungsphase dargestellt haben – es brauchte alles etwas, um sich zu finden. Doch die Freude darüber, wie sich der Anime bis zur dritten Episode entwickelt hat, ist umso größer. Auf Diary of our Days at the Breakwater muss man sich einlassen und mit diesem Vorwissen ein wenig Geduld mitbringen. Dann jedoch denke ich, wird diese Slice-of-Life-Serie ein schönes Erlebnis. 

Ein Danke an WAKANIM für die Bereitstellung eines Presse-Zugangs!

Kurzfazit

Mit Diary of our Days at the Breakwater wird uns ein schöner neuer Slice-of-Life-Anime gezeigt, der zwar anfangs etwas Zeit benötigt, um in die Gänge zu kommen, dann aber mit viel Potential äußerst positiv überrascht und einen mit Bild und Ton gänzlich umfängt. 

Bilder: ©Yasuyuki Kosaka (AKITASHOTEN) /Umino High School Breakwater Club

Pro

  • harmonisches Bild
  • ansprechender Humor
  • solide Synchronisation

Contra

  • Bild & Synchro benötigen Zeit
vorläufige
Bewertung: