Preview: Arifureta

Ist es Fluch oder Segen, wenn man plötzlich mit seiner gesamten Schulklasse in eine völlig fremde Welt beschworen wird? Um dieses skurrile Geschehen geht es in der momentan laufenden Anime-Serie Arifureta. Das Anime-Label AniMoon Publishing sicherte sich die Lizenz an der Serie und präsentiert diese auf der Plattform Anime on Demand in der Originalfassung mit deutschem Untertitel im Simulcast. Für euch durfte ich mir die ersten vier Episoden bereits ansehen. Patrick Snir

ACHTUNG: Jegliche Aussagen in diesem PReview reflektieren lediglich die persönliche Meinung des Autors und nicht (!) die von PattoTV und seiner Partner.


Rettung einer fremden Welt?

Eines Tages wird der Oberschüler Hajime Nagumo, der nicht gerade der Liebling seiner Mitschüler ist und auch häufig von seinen Kameraden schikaniert wird, zusammen mit seiner gesamten Klasse plötzlich in eine völlig fremde Welt beschworen. Diese Welt steht kurz vor der Zerstörung und sucht händeringend nach Helden, die die Bewohner doch noch retten können.  Daher werden alle Schüler zu einem Helden „geschult“ und erhalten einzigartige Fähigkeiten – außer Hajime. Während er selbstverständlich von seinen Mitschülern als nutzlos abgestempelt wird, widmet er seine ganze Aufmerksamkeit der Literatur und will die fremde Welt studieren, um sich doch noch irgendwie als nützlich zu erweisen.

Während einer Mission werden sie auf einer Ebene von einem gefährlichen Monster angegriffen und versuchen taktisch, dieses zu vernichten. Denn umso tiefer es in den Dungeon geht, desto stärker werden die Monster und verhindern die Fortführung der Mission. Hajime will in die Rolle des Helden schlüpfen und das Monster solange ablenken, bis sich alle gesammelt haben und ihre Fähigkeiten benutzen können. Allerdings wird Hajime von einem seiner Mitschüler verraten und angegriffen, sodass er abstürzt ist und sich nun auf der tiefsten Ebene befindet, die bisher von keinem Helden erreicht werden konnte. Was Hajime jetzt wohl erwarten wird?

Bild und Animation

Die aktuell laufende Anime-Serie entsteht im Studio WHITE FOX, welches für Serien wie Steins;Gate und Re:Zero bekannt ist, in Kooperation mit asread unter der Regie von Kinji Yoshimoto und basiert auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Ryo Shirakome. Arifureta wird seit dem 8. Juli 2019 sowohl im japanischen TV ausgestrahlt als auch hierzulande im Simulcast bei Anime on Demand präsentiert und soll aus dreizehn Episoden sowie zwei OVAs bestehen.

Die visuelle Gestaltung hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Das Original-Charakterdesign kann durch die leuchtende und sanfte Gestaltung zusammen mit dem abgestimmten Kontrast wunderbar harmonieren. Die Animationen sind stets flüssig und kommen in der von Anime on Demand angebotenen 1080p+-Auflösung hervorragend zur Geltung. Jedoch haben mich sowohl das Design als auch die verwendete Animation der Endbosse (die großen Monster im Dungeon) gestört. Diese wirken zum einen fremd und unpassend für diese Welt und sind zum anderen ulkig. Nichtsdestoweniger bisher ein solides Gesamtbild in puncto Bild und Animationen.

Synchronisation und Musik

Weil der Anime aktuell nur in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln im Simulcast läuft, gibt es bislang keine deutsche Sprachfassung – diese folgt ab 2020 durch AniMoon Publishing mit dem Disc-Release. Demzufolge bewerte ich auch ausschließlich die japanische Synchronisation.

Die einzelnen Stimmen konnten mich in der japanischen Synchronisation bisher überzeugen. Jeder Charakter hat eine passende Stimme erhalten, die auch viel Emotion einfließen lassen. Allerdings ist mir ab und an aufgefallen, dass es stellenweise nicht optimal lippensynchron ist, was das Zuschauen ein wenig beeinflusst. Die deutschen Untertitel sind auf dem Bild gut ablesbar, weisen keine Rechtsschreibfehler auf und die Geschwindigkeit ist angenehm, sodass man ohne Probleme mitkommt. Die musikalische Untermalung unterstützt die Story und lässt diese noch wertiger wirken, was den Zuschauer voller Begeisterung an den Bildschirm fesselt. Sowohl Opening als auch Ending klingen zudem sehr schön und leiten automatisch zum Mitsingen ein.

Fazit

Von vielen Anime-Fans hört man, dass Arifureta bis dato die beste Anime-Serie der aktuellen Season sei. Aber stimmt das auch? Arifureta hat mich ehrlicherweise anfangs nicht wirklich überzeugen können. Leider ist die Story nur wenig spannender geworden und wirkte etwas einfallslos. Doch nach der dritten Episode kam ein kleiner Aufwind und alles änderte sich prompt. Aktuell nimmt die Story einen guten Lauf und fesselt den Zuschauer an den Bildschirm. Die visuelle Darstellung ist hervorragend: Das Charakterdesign ist großartig, die kontrastreichen Bilder harmonieren mit dem Charakterdesign und die flüssigen Animationen runden das Gesamtbild ab. Die japanische Synchronisation ist an sich passend, jedoch stellenweise nicht lippensynchron. Derweil ist aber die musikalische Untermalung gänsehautreif und lässt die Story um Einiges wertiger wirken. Demzufolge kann ich nach sechs gesehen Episoden sagen, dass man sich diesen Abenteuer-Anime nicht entgehen lassen darf.

Des Weiteren bedanken wir uns bei Anime on Demand für die Bereitstellung eines Pressezugangs. 

Kurzfazit

Arifureta ist bislang ein interessanter Anime, der mit gezielter Spannung den Zuschauer am Ball halten will. Das großartige Charakterdesign harmoniert wunderbar mit den kontrastreichen Bildern und den flüssigen Animationen. Die hervorragende musikalische Untermalung vollendet das Gesamtbild.

Bilder: ©Ryo Shirakome, OVERLAP/ARIFURETA Project

Pro

  • schönes Charakterdesign
  • Bilder und Animationen
  • packende Story, ...

Contra

  • ... welche aber etwas Zeit benötigt
  • nicht lippensynchron
vorläufige
Bewertung:

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